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Es ist angerichtet zum Turnier der Sieger

Das Turnier der Sieger 2023 kann in wenigen Tagen starten.

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, alle spüren die Vorfreude – das Turnier der Sieger 2023 kann in wenigen Tagen starten.MÜNSTER. „Das Wetter können wir nicht beeinflussen. Aber wir können viel vorbereiten!“, da war sich Henrik Snoek, Präsident des Westfälischen Reitervereins, am Dienstagvormittag sicher. Pressevertreter aus Münster und der Umgebung waren zum Gelände des Reitvereins St. Georg Münster gekommen, um dort alle Infos zum diesjährigen Turnier der Sieger aus erster Hand zu erfahren. Worauf man sich besonders freue? Da waren sich die Gastgeber sicher: „Gutes Wetter, toller Sport, schöne Ritte!“

Neben Snoek standen auch Wolfgang Hölker und Robert Hönke, beide Vorstandsmitglieder des Westfälischen Reitervereins, Vizepräsident Michael Klimke sowie Springreiter Jens Baackmann den Journalisten Rede und Antwort.

Transparent gaben sie beispielsweise Einblicke in die Überlegungen und Planungen im Vorfeld des Turniers: „Schon 2022 haben wir gemerkt, dass die Kosten für die Ausrichtung des Turniers in allen Bereichen dramatisch gestiegen waren“, sagte Snoek. „Wir mussten also überlegen, ob wir das dem Verein weiterhin aufbürden möchten. Schließlich waren wir wild entschlossen, das Turnier erneut zu veranstalten. Aber es mussten einige Entscheidungen getroffen werden, um insgesamt knapp 200.000 Euro Kosten einzusparen.“

Veränderungen, um Kosten einzusparen

Das Resultat sind einige Veränderungen, mit denen das Turnier im August 2023 aufwarten wird – darunter ein verändertes Tribünenkonzept und erstmalig auch eine Stallgeld-Gebühr in Höhe von 150 Euro pro Pferd. Dabei bleibt der Charakter der Veranstaltung als „Einladungsturnier“ unberührt: Hotel, Startgeld und alle weiteren Kosten werden für die Reiter weiterhin nicht erhoben.

Auch die Ticketpreise seien kaum erhöht worden; nur in je einer Ticketkategorie habe es moderate Preiserhöhungen gegeben, betonten die Veranstalter. Weiterhin bleibe der Eintritt am Donnerstag allerdings frei – und weiterhin gebe es an allen anderen Turniertagen preisgünstige Sitzmöglichkeiten auf der offenen Tribüne. Die Besucher honorieren diese Fairness: Viele Ticketkategorien sind mittlerweile bereits ausverkauft.

Gastfreundlichkeit ist das A und O

„Gastfreundlichkeit ist uns wichtig“, führte Snoek weiter aus. „Wir wollen das Turnier der Sieger so gestalten, dass jeder kommen kann. Dazu gehört auch, dass der Zugang zu den Ausstellern und zum Plaza-Bereich immer frei ist. Und auch der Abreiteplatz ist für alle frei zugänglich. Denn gerade jetzt, in Zeiten, in denen Tierschutz ein sensibles Thema ist, können und wollen wir nichts verstecken. Wir laden die Menschen ein, sich alles anzusehen.“

Im Springparcours und im Dressurviereck werde auch in diesem Jahr Spitzensport geboten, hieß es weiter vonseiten des Vereinsvorstandes. Die Springprüfungen der Großen Tour werden diesmal sowohl am Samstag als auch am Sonntag im Fernsehen übertragen, was den Stellenwert des Turniers schön unterstreiche. Außerdem blicke man auf ein hochkarätiges Starterfeld in beiden Disziplinen.

Steckenpferde auf dem Schlossplatz

Und was gibt es sonst noch für Neuerungen? Zum ersten Mal wird den Zuschauern eine „Hobby Horsing“-Demonstration vor dem Großen Preis am Sonntag dargeboten. Und ebenfalls zum ersten Mal wird im Anschluss an den Grand Prix Spécial der „Horses 4 Heroes“-Preis an eine erfolgreiche Dressurreiterin verliehen – dabei handelt es sich um eine Initiative, die sich dafür einsetzt, mehr Menschen mit Schwerstbehinderungen den Zugang zum Pferd zu ermöglichen.

Dass aber nicht alles neu sein muss, sondern manches Mal auch liebgewonnene Traditionen das A und O sind, bewies Springreiter Jens Baackmann mit seinen Ausführungen. Er erinnerte sich an die ersten Besuche auf dem Turnier der Sieger „damals, als ich 14 oder 15 war und M-Springen ritt. Da war das Turnier der Sieger natürlich ein großer Traum.“ Bis heute sei sein Triumph mit Stute „Carmen“ im Großen Preis 2017 sein „schönster Sieg“, sagte er. „Das Turnier der Sieger gehört fest in meinen Kalender. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.“

Ehrenamtliche tragen zum Gelingen bei

Fest steht: Erneut freut sich Münster auf ein viertägiges Spektakel, das den Pferdesport in all seinen Facetten feiert. Schon jetzt ist die Vorfreude groß, und das vor allem, weil eine Vielzahl von Menschen zum Gelingen des Events beiträgt. „Der besondere Geist, der den Westfälischen Reiterverein prägt, ist maßgeblich für diese Veranstaltung“, sagte Wolfgang Hölker. „Alle gemeinsam tragen dieses Turnier. Hinter den Kulissen sind es mehr als 100 Menschen, die sich für das Turnier der Sieger einsetzen. Ohne diese Begeisterung der Ehrenamtlichen würde es nicht gehen. Es sind diese Menschen im Hintergrund, die den Spirit des Turniers ausmachen.“

 

Foto: Kristina Sehr / SehrwieViel