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Ukraine: 1.000 Bildwörterbücher zur Verständigung

Eine erfolgreiche Kooperation mit der Projektgruppe „Zeichner bauen Brücken“ findet jetzt ihre Adressat*innen: Die Hefte werden an ukrainische Geflüchtete und Helfende aus Münster verteilt und es besteht eine kostenlose Downloadmöglichkeit über die städtische Website.

Münster (SMS) 1.000 ukrainisch-deutsche Bildwörterbücher hat die Stadt Münster jetzt für den Austausch mit aus der Ukraine Geflüchteten erhalten. Diese werden in den kommenden Wochen verteilt – sowohl in den Unterkünften der hier aufgenommenen Menschen als auch unter den zahlreichen Helfenden. Das federführende Amt für Kommunikation bietet im Webportal www.muenster.de eine Downloadmöglichkeit der umfangreichen Broschüre an. Das Deutsch-Ukrainische Bildwörterbuch soll dank liebevoll gezeichneter Bildtafeln zu zahllosen Lebensbereichen – Gegenstände, Gefühle, Erledigungen – den Austausch zwischen Geflüchteten und Helfenden vereinfachen. Foto: Stadt Münster.

„Die Sprache ist der Schlüssel zur Verständigung“ – so Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im Vorwort des bereits seit längerer Zeit erhältlichen digitalen Bildwörterbuches. Und: „Die Bildtafeln des Deutsch-Ukrainischen Lexikons öffnen Türen, indem sie erste Sprachkompetenz besonders schnell und einfach vermitteln und damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Sprachbarrieren abzubauen. Sie machen es den geflüchteten wie auch den helfenden Menschen gleichermaßen möglich, miteinander zu kommunizieren und voneinander zu lernen.“


Niedrigschwelliges Angebot

Dass Münster als erste Stadt Deutschlands allen Bürger*innen schon im Frühjahr 2022 Vorab-Versionen dieses niedrigschwelligen Werkes online anbieten konnte, ist einer Kooperation des Amtes für Kommunikation mit den Initiatorinnen des Bildwörterbuches zu verdanken. Bettina Schöbitz (Mettmann), Ideengeberin und Mitgestalterin, sagt über ihr Herzensprojekt: „Sprachübergreifende Kommunikation funktioniert ausgezeichnet über Bilder. Da die Bilder allesamt liebevoll von Hand gezeichnet wurden, schenken sie Geflüchteten ein Stück Mitmenschlichkeit und können Helfenden eine wertvolle Unterstützung sein.“Bettina Schöbitz ist Ideengeberin und Mitgestalterin des Bildwörterbuchs. Foto: privat.

Online wurden im März weitere künstlerisch tätige Mitstreitende gesucht, die erste Lerntafeln um eigene Zeichnungen ergänzen sollten. Der Aufruf zeigte Wirkung und offenbarte ein immenses bürgerschaftliches Engagement: „Dass wir nun ein ganzes Buch mit über 200 Seiten ungezählter Übersetzungen und Thementafeln zusammen haben, ist einfach überwältigend und ein Zeichen riesiger Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, für die auch ich sehr dankbar bin“, so Schöbitz. 


200 Seiten starkes Dokument zum kostenfreien Download

Stadträtin Cornelia Wilkens nahm jetzt die Bücherspende in Empfang. Hierbei handelt es sich um eine auf 100 Seiten reduzierte Kompaktausgabe des so umfangreichen Werkes. Ausgegeben werden die Hefte vorwiegend in der kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne. „Dies ist meines Erachtens der ideale Ort zur Verteilung der Hefte. Hier heißen wir die zu uns kommenden Geflüchteten willkommen und geben ihnen eine erste Orientierung im neuen Umfeld. Das Bildwörterbuch vermittelt da über die spielerische Verständigung schnell ein Gefühl von Sicherheit.“ 

Aktuell sind 1.368 Geflüchtete aus der Ukraine in verschiedenen städtischen Gebäuden untergebracht.


Das über 200 Seiten starke Ukrainisch-Deutsche Bildwörterbuch kann im Webportal der Stadt Münster heruntergeladen (30,7 MB) und bei Bedarf ausgedruckt werden: https://www.stadt-muenster.de/ukraine



Titelfoto: Stadträtin Cornelia Wilkens (rechts) nahm die große Bücherspende jetzt gemeinsam mit Nina Herbstmann (Sozialamt) in Empfang: "Die Bildwörterbücher geben den Geflüchteten eine schnelle Orientierung im neuen Umfeld." Foto: Stadt Münster/Roski. 



Stadt Münster