Zwei Millionen Euro Schaden durch Anlage in Kryptowährung

Opfer wurden mit gefälschten Internetseiten in die Falle gelockt, und sollten Geld in Kryptowährungen investierten.

Nach einem Schlag gegen eine internationale Betrügerbande in Baden-Württemberg und im europäischen Ausland haben sich die Dimensionen der Straftaten als größer herausgestellt als zunächst angenommen. Allein deutsche Staatsangehörige erlitten einen Schaden von mehr als zwei Millionen Euro, wie das baden-württembergische Landekriminalamt, die Staatsanwaltschaft Stuttgart und Europol am Mittwoch mitteilten. Zudem seien weitere Opfer aus europäischen Ländern sowie Australien und Kanada betroffen.

Bei einer Razzia vor rund einer Woche waren insgesamt 23 Objekte in Deutschland und europäischen Ländern durchsucht worden. Die Behörden gingen zunächst von einem Schaden von etwas mehr als einer Million Euro aus. Ermittelt wird gegen 20 Beschuldigte. Die Anlagebetrüger lockten ihre Opfer mit gefälschten Internetseiten in die Falle, damit diese Geld in Kryptowährungen investierten.

Wie die Behörden nun mitteilten, waren an dem Betrug mutmaßlich vier Callcenter mit rund 200 Beschäftigten beteiligt. 270 Zeugen wurden insgesamt befragt. Unter den 23 durchsuchten Objekten befanden sich 15 in Serbien, fünf in Bulgarien und drei in Zypern.

Allein in Serbien wurden demnach 14 Verdächtige festgenommen. Die Beamten beschlagnahmten zudem sogenannte Hardwarewallets mit Kryptowährungen im Wert von rund einer Million Euro. Die endgültige Schadensnummer werde weiter ermittelt, hieß es.

tbh/cfm




Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel