Niederlande erwägen Lieferung von Patriot-Luftabwehrsystem an Ukraine

Nach den USA und Deutschland erwägen auch die Niederlande, der Ukraine ein Patriot-Luftabwehrsystem zur Verfügung zu stellen.

"Wir haben die Absicht uns dem anzuschließen, was Sie mit Deutschland bei dem Patriot-Projekt machen", sagte der niederländische Regierungschef Mark Rutte am Dienstag bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus. "Ich denke, das ist wichtig, und wir haben uns dem angeschlossen."

Er habe das Thema am Morgen auch mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) besprochen, fügte Rutte hinzu. Der niederländische Regierungschef verwies auf den russischen Luftangriff auf ein Wohnhaus in der ostukrainischen Stadt Dnipro mit mehr als 40 Toten am Wochenende. "Das sind furchtbare Bilder und ich denke, das stärkt sogar noch mehr unsere Entschlossenheit, an der Seite der Ukraine zu bleiben", sagte Rutte.

Die USA hatten der Ukraine im Dezember anlässlich eines Washington-Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Lieferung eines Patriot-Systems zugesagt. Später sagte auch Deutschland die Lieferung einer Patriot-Flugabwehrraketenbatterie zu. Inzwischen sind ukrainische Soldaten an einem Stützpunkt der US-Armee im Bundesstaat Oklahoma eingetroffen, um am Patriot-System ausgebildet zu werden.

Das Luftabwehrsystem des US-Rüstungskonzerns Raytheon soll der Ukraine Schutz bieten vor russischen Raketenangriffen. Das bodengestützte Patriot-System ist mobil, die Abschussrampen können auf Lkw montiert werden und mit ihren Lenkflugkörpern Flugzeuge, Raketen und Marschflugkörper in der Luft zerstören. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Raketenangriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine, aber auch auf zivile Ziele verstärkt. 

fs/ck




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