Noch mal Glück gehabt

Nach Lawinenabgang in Österreich alle Vermissten gerettet

Nach dem Lawinenabgang im österreichischen Skigebiet Lech Zürs am Arlberg sind am Montagmorgen nach einer großangelegten Suchaktion auch die letzten beiden vermissten Wintersportler gerettet worden. Nach derzeitiger Erkenntnislage könne davon ausgegangen werden, dass niemand mehr vermisst werde, teilte die Polizei in der Nacht zu Montag mit. Acht Wintersportler seien glimpflich davongekommen, sagte Hermann Fercher von der Einsatzzentrale der Nachrichtenagentur AFP. 

Die Lawine (Wikipedia) ging laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA gegen 15.00 Uhr im Bereich des 2720 Meter hohen Trittkopfs ab, Ausläufer erreichten sogar die Skipiste. Anfangs gingen die Behörden von möglicherweise zehn Verschütteten aus.


Die Polizei stützte sich dabei auf das Video eines Skifahrers. Darauf waren sechs Menschen zu sehen, die nach Polizeiangaben aber nicht von der Lawine erfasst wurden. Zuvor hatten die Einsatzkräfte bereits einen Wintersportler gerettet, ein weiterer konnte sich selbst befreien und wurde später im Krankenhaus behandelt. Nach zwei Vermissten suchten die Einsatzkräfte am Sonntagabend zunächst weiter.

Der Bergungs- und Sucheinsatz mit Hubschraubern und Lawinenspürhunden wurde auch nach Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt. Laut APA waren acht Hubschrauber, mehr als 200 Rettungshelfer sowie Lawinenspürhunde bei der Bergungs- und Suchaktion im Einsatz.  

Die Rettungskräfte hatten am Wochenende vor einer hohen Lawinengefahr in diesem Gebiet und im benachbarten Tirol gewarnt und auf die Brüchigkeit der Schneedecke bei milderen Temperaturen hingewiesen. In den vergangenen Jahren starben in Österreich jährlich rund 20 Menschen durch Lawinen.

kas © Agence France-Presse



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