Tabea Kemme über das WM-Desaster

Kemme kritisiert DFB: "Klüngelrunde"

Die frühere Fußball-Nationalspielerin Tabea Kemme, derzeit als WM-Expertin für Rechteinhaber MagentaTV tätig, verspricht sich wenig vom Krisengipfel zwischen der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der sportlichen Führung der Nationalmannschaft. "Was da zusammenkommt, ist eine Klüngelrunde", sagte die 30-Jährige im Interview mit Münchner Merkur/tz (Montagsausgabe).

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen DFB-Präsident Bernd Neuendorf, sein Vize Hans-Joachim Watzke, Bundestrainer Hansi Flick und Geschäftsführer Oliver Bierhoff am Mittwochvormittag in Frankfurt/Main zusammenkommen. "Es sind vier Köpfe, es sind vier Männer, die voll im Fußball-Business sind, dazu noch einer mit Politik-Vergangenheit. Mir fehlen die ExpertInnen in dieser Runde", sagte Kemme.

Nach ihrer Ansicht hat sich der Fußball in einer Blase verschanzt. "Man holt keine anderen Menschen dazu, die vielleicht auch mal hinterfragen, was wir da manchmal für einen Quatsch machen. Dazu kommt das ganz große Problem: Je größer die Kritik ist, desto größer ist auch die Angst um die Posten", sagte die Olympiasiegerin von 2016: "Sobald eine andere Expertise in unsere Branche eintreten will, wird ihr die Tür zugeschlagen."

AFP



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