Versuchter Waffenschmuggel aufgedeckt

Munition auf Fischkutter auf dem Weg vom Iran in den Jemen beschlagnahmt.

Die US-Marine hat nach eigenen Angaben eine Million Schuss Munition sowie Raketenzünder und Treibstoff beschlagnahmt, die auf einem Fischkutter vom Iran ins Kriegsland Jemen geschmuggelt werden sollten. Die Fracht sei am Donnerstag bei einer Kontrolle entdeckt worden, erklärte die in Bahrain stationierte fünfte Flotte der US-Marine am Samstag. Es handele sich um die zweite "größere Beschlagnahmung von illegalen Waffen innerhalb eines Monats" auf dieser Seeroute.

Der Vorfall zeige "deutlich", dass der Iran weiter "unrechtmäßig" Waffen in den Jemen liefere und damit die Region destabilisiere, erklärte Vizeadmiral Brad Cooper. Die US-Marine werde sich daher weiter darauf konzentrieren, "gefährliche und unverantwortliche maritime Aktivitäten in der Region zu verhindern und zu unterbinden".

Im Jemen herrscht Krieg zwischen den von arabischen Staaten unterstützten Regierungstruppen und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Eine von der UNO ausgehandelte Waffenruhe verringerte die Kampfhandlungen. Sie lief jedoch im Oktober aus. "Die direkte oder indirekte Lieferung, der Kauf oder die Weitergabe von Waffen an die Huthis im Jemen verstößt gegen die Resolution 2216 des UN-Sicherheitsrats und internationales Recht", erklärte die US-Marine .

oer/mid



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