WM: Flick "hat sich vercoacht"

Lothar Matthäus hat seine Kritik an Hansi Flick erneuert.

"Ich habe einiges nicht verstanden an der Aufstellung gegen Japan. Bundestrainer Hansi Flick (Wikipedia) ist mein Freund, ich stehe zu hundert Prozent zu ihm. Aber unter Freunden kann man ehrlich sein, man muss es sogar sein: gegen Japan hat er sich vercoacht", schrieb der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler in Bild.

Konkret kritisierte Matthäus (Wikipedia) die Wechsel und die Startaufstellung von Flick beim 1:2 zum Auftakt der WM in Katar gegen Japan: "Süle ist kein Außenverteidiger. Schlotterbeck ist noch nicht so weit. Raum agiert viel zu offensiv, arbeitet zu wenig nach hinten. Kimmich und Gündogan haben sich gegenseitig die Räume genommen. Gnabry war nicht gut im eins gegen eins. Havertz – das war viel zu wenig!"

Seine Forderung: "Die Mannschaft umbauen. Nicht alles über den Haufen werfen, aber ein paar wesentliche Dinge korrigieren." Matthäus forderte den Freiburger Christian Günter für die linke und Thilo Kehrer für die rechte Abwehrseite, Süle oder Matthias Ginter müssten ins Zentrum rücken.

Außerdem sollte im Mittelfeld neben Chef Joshua Kimmich dessen Münchner Kollege Leon Goretzka spielen, "auch das stabilisiert. Dann Gündogan nach vorn ziehen und Musiala auf halblinks." Sollte Flick wie angekündigt an seinem 4-2-3-1-System festhalten, "muss Füllkrug als echte Neun rein", meinte Matthäus.

Außerdem müsse "sofort Schluss sein mit allen Ablenkungen", sagte der 61-Jährige angesichts des Zoffs um "One Love". Es sei wichtig, Haltung zu zeigen und Zeichen zu setzen, "aber solche Dinge stören nun mal bei der Konzentration auf das Wesentliche".



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