Spitzengespräch zwischen Neuendorf und Infantino

Im Konflikt zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Weltverband FIFA hat es rund um das erste WM-Spiel der Nationalmannschaft gegen Japan (1:2) einen Austausch zwischen den Präsidenten Bernd Neuendorf und Gianni Infantino gegeben.

Neuendorf (Wikipedia) selbst wollte das Gespräch zwar nicht überbewerten, verdeutlichte aber noch einmal seinen Standpunkt. "Das läuft natürlich alles sehr professionell ab. Vor so einem Spiel redet man nicht über die Konflikte, die man austrägt", sagte der DFB-Boss im ARD-Morgenmagazin: "In der Sache sind wir aber weiter klar. Das weiß Gianni Infantino (Wikipedia) auch. Wir sind nicht glücklich mit dem Verhalten der FIFA."

Neuendorf betonte erneut, dass der DFB Infantino auf dem weg zu seiner Wiederwahl im März des kommenden Jahres nicht unterstützen wird. "Dabei bleibt es. Es sei denn, es würden sich massiv Dinge ändern bei der FIFA - das kann ich in Moment nicht erkennen", äußerte der 61-Jährige: "Ich werde ihn nicht persönlich attackieren. Aber wir dürfen von so einem großen Verband erwarten, dass er mit dem allergrößten Verband - nämlich dem DFB - ordentlich umgeht."

Hinsichtlich weiterer Maßnahmen befinden sich der DFB und seine verbündeten Verbände weiter in Beratungen. Dabei geht es laut DFB unter anderem um den "Umgang der Sicherheitsbehörden mit Fans, die Regenbogensymbolik tragen – hier kam es bekanntlich zu verschiedenen Zwischenfällen". Am Rande des Japan-Spiels seien der deutschen Fanbotschaft "erfreulicherweise keine weiteren Repressalien gemeldet worden".  

Neuendorf hatte kurz vor dem Japan-Spiel die FIFA noch einmal heftig für das Verbot der "One Love"-Binde kritisiert. "Die FIFA arbeitet mit Einschüchterung und Druck", sagte Neuendorf in der ARD: "Wir sind in der Opposition zur FIFA. Wir wollen gucken, wie wir weitere Maßnahmen auf den Weg bringen."



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