Macron warnt vor Politisierung des Sports

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat drei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in Katar vor einer Politisierung des Sports gewarnt.

"Ich glaube, wir sollten den Sport nicht politisieren", sagte er am Donnerstag vor Reportern in Bangkok. 

Die französische Nationalmannschaft geht bei der umstrittenen WM-Endrunde im Emirat am Persischen Golf als Titelverteidiger ins Rennen. Immer wieder werden die Menschenrechtslage, der Umgang mit Arbeitsmigranten, die Lage der Frauen und die Probleme für die LGBTQ-Bewegung (Wikipedia) in Katar kritisiert. 

Der französische Nationaltorhüter und Kapitän Hugo Lloris (Wikipedia) hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass er bei der WM keine spezielle Binde tragen werde, um ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Der 35 Jahre alte Schlussmann von Tottenham Hotspur verzichtet damit darauf, sich anderen europäischen Mannschaftskapitänen bei der Initiative anzuschließen. 

Er wolle dem Gastgeberland "Respekt" erweisen, hatte Lloris seine Entscheidung im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP begründet: "Wenn wir ausländische Besucher in Frankreich willkommen heißen, möchten wir oft, dass sie unsere Regeln und unsere Kultur respektieren. Das werde ich auch tun, wenn ich nach Katar fahre."

Manuel Neuer, Kapitän und Torhüter der deutschen Nationalmannschaft, wird bei dem Turnier mit einer Binde auflaufen, die ein Herz in bunten Farben ziert sowie die Aufschrift "One Love" trägt.



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