Neuer verspürt große WM-Gier

Kapitän Manuel Neuer verspürt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor der WM in Katar eine große Gier.

"Wir sind alle sehr hungrig und wissen selbst, dass wir bei den Turnieren zuletzt nicht überzeugt haben. Darum werden wir alles in die Waagschale werfen, um so weit wie möglich zu kommen und die Chance nutzen, um diesen Titel zu spielen", sagte der Torhüter im Interview der Mediengruppe Münchner Merkur/tz (Dienstagausgabe).

Am Montag flog die DFB-Auswahl (Wikipedia), die 2018 in Russland bereits in der Vorrunde gescheitert war und bei der EM im vergangenen Jahr im Achtelfinale ausschied, zum Mini-Trainingslager in den Oman (Wikipedia). Dort findet am Mittwoch (18.00 Uhr/RTL) die WM-Generalprobe gegen den 75. der FIFA-Weltrangliste statt. 

Beim umstrittenen Turnier in der Wüste (20. November bis 18. Dezember) könnte Bundestrainer Hansi Flick der Erfolgsgarant werden. "Er kann das so gut, weil er Menschenkenntnis hat. Hansi weiß, wie er jeden einzelnen Spieler anpacken muss", lobte Neuer. 

Der 36-Jährige erinnerte an den Champions-League-Triumph des FC Bayern beim Final-Turnier 2020 in Lissabon unter Flick: "Hansi hat uns zu verstehen gegeben: Wir müssen kämpfen, arbeiten und uns auf die Wettbewerbe fokussieren. In Lissabon hatten wir den Fokus auf dieses eine Turnier legen können. Wie es die Athleten bei den Olympischen Spielen stets tun."

Nun verfolgt auch das DFB-Team diesen Plan: "So ähnlich versucht uns der Bundestrainer auf die WM in Katar einzuschwören, die zugegeben für uns alle ein kleines Experiment ist. Weil niemand Turnier-Erfahrungen im Winter mitten in der Saison gesammelt hat."

Die gute Form des starken Bayern-Blocks soll den viermaligen Weltmeister beflügeln. "Dieses Gefühl müssen wir einfach nach Katar mitnehmen, in die Mannschaft hineintragen und auf die anderen Spieler übertragen", sagte Neuer und erinnerte an den WM-Triumph 2014: "Da war unser Selbstbewusstsein als Bayern-Block im Vorfeld auch groß."



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