Vor allem der Wille zählt – wie die Verkehrswende gelingen kann

Verkehrswissenschaftler Gernot Sieg spricht im WWU-Podcast über sinnvolle Veränderungen der Mobilität.

Das geplante 49-Euro-Ticket der Bundesregierung für den öffentlichen Nahverkehr kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Verkehrswende eher schleppend vorangeht. Woran liegt das, und welche Lösungsansätze sollten verfolgt werden? Prof. Dr. Gernot Sieg vom Institut für Verkehrswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat dazu präzise Vorschläge. „Wir dürfen öffentlichen Raum nicht mehr gebührenfrei zum Parken zur Verfügung stellen, und wir müssen das Autofahren mit einer Maut deutlich teurer machen. Auf diese Weise reduzieren wir den Autoverkehr und machen in den Städten Platz für Busse und Fahrräder.“ Schließlich gebe es kein Erkenntnisproblem, wie die Verkehrswende gelingen könnte – Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam seien positive Beispiele. Die Frage sei vielmehr: „Will es die Stadtgesellschaft oder nicht?“

Im Podcast der WWU blickt Gernot Sieg zudem auf das 9-Euro-Ticket zurück; er schätzt ein, welche Rolle E-Mobilität in der Verkehrswende spielen könnte und analysiert die Schwachstellen des Bahnverkehrs in Deutschland.

Über den WWU-Cast

Im Podcast der WWU kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind unter folgendem Link zu hören: go.wwu.de/wwucast 


WWU Münster



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