Umbau und Modernisierung der LWL-Klinik Lengerich geht voran

Weg frei für den zweiten Bauabschnitt: "Ideale Verknüpfung" von Neubauten mit sanierter historischer Bausubstanz

Münster/Lengerich (lwl). Das Richtfest zum ersten Bauabschnitt ist erst wenige Tage her, da wird schon der nächste Bauabschnitt für die Klinik Lengerich des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vorbereitet: Der LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss hat am Donnerstag (3.11.) in Münster mit großer Mehrheit für den zweiten Bauabschnitt mit einem Kostenvolumen von rund 37,1 Mio. Euro gestimmt. Am Ende wird der Landschaftsausschuss Mitte Dezember darüber entscheiden.

Der Beschluss umfasst die Sanierung der denkmalgeschützten Häuser 03 und 06 des zentralen Gebäudeensembles der Klinik sowie die Errichtung von zwei mit diesen beiden Häusern verbundenen Neubauten für weitere 120 stationäre Betten. Dazu kommt der Bau eines Verbindungsbaukörpers zwischen den beiden ebenfalls denkmalgeschützten Häusern 06 und 07.

Mit dem ersten und nun folgenden zweiten Bauabschnitt können der gesamte stationäre Behandlungsbereich der Klinik, das tagesklinische Angebot, der Aufnahmeprozess sowie Teile des therapeutischen Angebotes zentralisiert werden. "Die Kombination von modernen Gebäuden verbunden mit zeitgemäß sanierter, denkmalgeschützter Bausubstanz - von hohem nationalen Rang - hat einen hervorragenden Aufenthaltscharakter und besitzt einen besonderen Charme", betont Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL. Das sei eine "ideale Verknüpfung" von Baudenkmalen mit neuer Psychiatriearchitektur unter ökologischen Bauleitlinien samt Photovoltaikanlagen, die bundesweit beispielgebend sei, so Lunemann.

"Mit den Neubauten und dem sanierten Altbestand insgesamt erzielt die Klinik hohe wirtschaftliche und personelle Synergieeffekte, die die wirtschaftliche Ertragskraft und die Arbeitgeberattraktivität wesentlich stärken", sagt der stellvertretende Ausschussvorsitzende Prof. Dr. Thomas Reinbold (Freie Wähler).

"Die Modernisierung des Hauptstandortes der LWL-Klinik Lengerich zielt darauf ab, den wachsenden Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Spezialisierung, Ambulantisierung, Digitalisierung sowie an nachhaltige baulich-strukturelle Bedingungen gerecht zu werden", betont der Kaufmännische Direktor der LWL-Klinik Lengerich, Thomas Voß.

Der erste Bauabschnitt wird also gerade umgesetzt. Er umfasst die Errichtung eines 120-Bettenneubaus, eines zentralen Aufnahme- und Ambulanzbereichs sowie einer Kombination aus Cafeteria und Speiserestaurant mit angeschlossen Räumen für Fortbildungen und Büros. Geplant ist die Inbetriebnahme dieses Bauabschnittes im Jahr 2024.

Für die Vorbereitungen des zweiten Bauabschnittes mit Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe werden voraussichtlich acht Monate benötigt. Mitte 2023 sollen die Arbeiten dann beginnen und voraussichtlich rund 24 Monate dauern.


Hintergrund

Neben ihrem Hauptstandort mit 241 Betten und einer Tagesklinik mit 23 Plätzen betreibt die LWL-Klinik Lengerich Klinik eine stationäre Dependance mit 60 Betten in Rheine, 22 tagesklinische Plätze in Steinfurt-Borghorst sowie 12 tagesklinische Plätze in Ibbenbüren. Ergänzt werden diese Behandlungsangebote durch psychiatrische Institutsambulanzen. Darüber hinaus stellt die LWL-Klinik Lengerich das Personal für die allgemeinpsychiatrische Tagesklinik des Mathias-Spitals in Rheine. Am Hang des Osterberges und oberhalb des alten Ortskerns von Lengerich liegt im östlichen Bereich des Geländes der LWL-Klinik die symmetrisch um einen Innenhof angelegte denkmalgeschützte Gebäudegruppe 01 bis 07. Für den LWL-Klinikstandort Lengerich sind die historischen, 1867 vollendeten Gebäude 01 bis 07 seit Oktober 1991 als Denkmal eingetragen. Die Parkanlage und der Innenhof gehören danach bindend zu dem Ursprungscharakter der Anlage.


Foto: Ideale Mischung aus Neu- und Altbauten - so soll die LWL-Klinik Lengerich nach den großen Baumaßnahmen voraussichtlich ab Mitte 2025 aussehen. 


Foto und Text: LWL/agn 



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