„Verhandeln statt schießen! Frieden schließen!“

Ein Rückblick auf die Kundgebung vom 3.11.2022 in Münster.

Während sich am 3.11.2022 im Saal des Westfälischen Friedens des Rathauses in Münster die Außenminister*innen der sich für wichtig haltenden Länder (G7) trafen, fand auf dem Prinzipalmarkt die Kundgebung "Verhandeln statt schießen! Frieden schließen!" der Friedenskooperative, der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) und von Pax Christi unter den Zielfernrohren von Scharfschützen statt. Am 31.10.2022 hatte die Polizei auf "Anweisung von oben" eine Lautstärkenbegrenzung als Auflage erteilt. Dieses konnte am Tag vor der Kundgebung - am 2.11.2022 - durch einen Einspruch beim Verwaltungsgericht Münster korrigiert werden.


Die Kundgebung war geprägt durch Rede-, Musik- und Kulturbeiträge gegen den Krieg und für "Verhandeln statt schießen". Neben der Aussage "Frieden schaffen ohne Waffen" war die Kundgebung eine Antwort auf die Frage, wie feministische Außenpolitik aussehen muss und warum diese so wichtig ist. Vier Rednerinnen berichteten aus Kolumbien, Ghana, dem Jemen und dem Iran über Armut, globale Verantwortung, Not, Elend und Tod durch die Politik der G7-Staaten.


Darüber hinaus wurde gefordert, den westfälischen Frieden nicht zu missbrauchen, sondern den Tod, das Leid und die Vertreibung durch den Ukraine-Krieg unverzüglich durch Verhandlungen zu beenden. Der Sprecher der Gruppe Münster der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen Jewgenij Arefiev erklärte: "Der Krieg ist ein Verbrechen und muss schnellstmöglich beendet werden. Wir nehmen aus der Veranstaltung viele Anregungen zur kritischen Begleitung des Jubiläumsjahres des Westfälischen Friedens nächstes Jahr mit.“


Friedenskooperative Münster



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