Kritik bei der Vergabe des Austragungsortes angebracht

Klopp: Forderungen an Spieler nach WM-Protest "nicht fair"

Starcoach Jürgen Klopp sieht Forderungen an Nationalspieler nach Protesten gegen die Fußball-WM in Katar kritisch. Dies zu erwarten, sei "nicht fair", sagte der Teammanager des FC Liverpool in einem Interview mit Sky News. Die Entscheidung der Vergabe sei "von anderen Leuten" getroffen worden, "wenn Sie jemanden kritisieren wollen, dann kritisieren Sie die Leute, die diese Entscheidung getroffen haben".

Klopp bezeichnete die Aktion mehrerer Nationalmannschaftskapitäne, die mit einer "One Love"-Binde bei den WM-Spielen auflaufen werden, zwar als "gute Sache", sagte aber auch: "Ich mag es nicht, dass wir jetzt erwarten, dass sie etwas tun. Sie gehen dorthin, um Fußball zu spielen." Es gehe nicht darum, "dass die Spieler dieser Generation sagen: 'Wir gehen nicht hin, oder wir machen das nicht'."

Gastgeber Katar steht seit der umstrittenen Vergabe im Jahr 2010 wegen Menschenrechtsverletzungen, der Bedingungen für Gastarbeiter oder der Situation für LGBT-Personen und Frauen in der Kritik. Englands Nationaltrainer Gareth Southgate hatte im CNN-Interview zuletzt im Gegensatz zu Klopp gefordert: "Wir müssen uns dessen bewusst sein und uns dazu äußern, wenn wir etwas bewirken können, denn dafür sind wir verantwortlich."


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