Steinmeier telefoniert mit Selenskyj

Nach der kurzfristigen Absage des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kiew bereiten beide Seiten einen neuen Besuchstermin vor.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Telegram von einem Telefonat mit dem Bundespräsidenten, bei dem die Vorbereitung des Besuchs Thema gewesen sei. Das Gespräch mit Steinmeier sei "substanziell und produktiv" gewesen, schrieb Selenskyj. Steinmeiers Sprecherin erklärte: "Beide Präsidenten freuen sich auf eine persönliche Begegnung in Kiew."

In dem Telefonat habe der Bundespräsident die gezielten Angriffe Russlands auf lebenswichtige Infrastrukturen als "niederträchtig" bezeichnet, erklärte die Sprecherin. Steinmeier habe versichert, Deutschland werde die Wiederherstellung von zerstörter Infrastruktur bei Strom, Heizung und Wasser unterstützen. Steinmeier hatte zuvor einen für Donnerstag geplanten Besuch in der Ukraine wegen der angespannten Sicherheitslage abgesagt. 

Selenskyj dankte Deutschland in seiner Äußerung vom Donnerstag ausdrücklich für die Lieferung des ersten Luftabwehrsystems vom Typ Iris-T (Wikipedia). Er fügte hinzu: "Wir müssen unverzüglich einen Luftabwehrschild über der Ukraine errichten." Die Ukraine sei dankbar für "die deutsche Bereitschaft, einen Beitrag zur Überwindung des russischen Raketenterrors zu leisten".

Steinmeier sagte in dem Telefonat laut seiner Sprecherin, Deutschland habe für die Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung "modernste Technik geliefert" und werde diese auch weiter liefern. "Der Bundespräsident sicherte dem Präsidenten der Ukraine die unvermindert anhaltende Solidarität und Unterstützung Deutschlands zu."

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