Union Berlin siegt weiter

Das Märchen geht weiter: Union besiegt auch Dortmund

Der sensationelle Spitzenreiter Union Berlin hat an einem weiteren Festtag auch den Härtetest gegen Borussia Dortmund mit Bravour bestanden. Die Überraschungsmannschaft von Trainer Urs Fischer bezwang am Sonntag in der Bundesliga den Vize-Meister dank eines furiosen Starts mit 2:0 (2:0) und festigte damit ihre Tabellenführung. Der BVB liegt nun schon sieben Zähler zurück.

Janik Haberer (8./21.) schoss die wuchtigen Köpenicker zu ihrem siebten Saisonsieg, die Heimserie wuchs auf elf Spiele ohne Niederlage an. Mit 23 Punkten aus zehn Spielen verteidigte Union Platz eins. Dortmund enttäuschte nach dem euphorisch bejubelten Last-Minute-Punktgewinn gegen Bayern München in der Vorwoche (2:2) und fiel mit 16 Punkten auf den achten Rang zurück.

Nach dem kräfteraubenden 1:0-Erfolg gegen Malmö FF in der Europa League wechselte Fischer in der Startelf nur auf zwei Positionen. Dortmunds Coach Edin Terzic setzte im Angriff auf Sturmjuwel Youssoufa Moukoko, der eine große Chance zum Anschlusstreffer ausließ (79.). Anthony Modeste stand diesmal nicht im Kader. Nationalspieler Marco Reus saß erstmals nach seiner Verletzung wieder auf der Bank und kam zur zweiten Halbzeit, ohne das Spiel entscheidend zu beleben.

Der Hauptstadtklub startete furios. Angepeitscht von dem Großteil der 22.012 Zuschauer im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei überraschten die Hausherren die Borussia mit heftigem Pressing, eine durchdachte Spieleröffnung gelang Dortmund nicht - im Gegenteil. 

BVB-Schlussmann Gregor Kobel rutschte mit dem Ball am Fuß aus und legte unfreiwillig für den heranrauschenden Haberer auf, der aus sieben Metern nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste. Union blieb in allen Bereichen überlegen, Haberer traf mit einem strammen Schuss ins linke Eck zum bis dato hochverdienten 2:0.

Mit dem Selbstverständnis eines Spitzenreiters verteidigten die Berliner ihr eigenes Tor konsequent. Dortmund bemühte sich zwar um Kontrolle, eigene Chancen waren in der ersten Halbzeit aber Mangelwaren. Einzig Moukoko sorgte mit seinen unpräzisen Abschlüssen für ein wenig Gefahr.

Der wütende BVB-Coach Terzic tauschte zu Beginn der zweiten Hälfte dreimal. Reus und Julian Brandt sowie Donyell Malen sollten neuen Schwung in die schwache Offensive bringen. Doch etwaige Angriffsbemühungen prallten immer wieder an der resoluten Union-Abwehr um Robin Knoche ab.

Gefährlicher blieb der Tabellenführer. Timo Baumgartl scheiterte mit einem Kopfball an Kobel (52.), weitere ausgezeichnete Kontergelegenheiten ließ das Fischer-Team gegen aufrückende Gäste aber ungenutzt.

Janne KOCH /
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