Tote Zivilisten im Nordosten der Ukraine

Im Nordosten der Ukraine sind nach Angaben eines Regionalgouverneurs mindestens 20 Tote in zivilen Fahrzeugen gefunden worden.

"Die Besatzer haben Zivilisten angegriffen, die vor dem Beschuss fliehen wollten", schrieb der Gouverneur der Region Charkiw (Wikipedia), Oleg Synegubow, am Samstag im Onlinedienst Telegram. "Für diese Grausamkeit gibt es keine Rechtfertigung." Demnach ereignete sich der Angriff nahe der Stadt Kupjansk (Wikipedia).

Laut Synebugow sind Polizisten und Experten für Ermittlungen vor Ort. Am Freitag hatten Reporter der Nachrichtenagentur AFP nach dem Rückzug russischer Truppen aus Kupjansk auf einer Straße in der Region mindestens elf tote Zivilisten in Fahrzeugen gesehen.

Zuvor war bekannt geworden, dass bei einem Angriff auf einen Konvoi mit zivilen Fahrzeugen in der südukrainischen Region Saporischschja mindestens 30 Menschen getötet worden waren. Die ukrainischen Behörden machen die russischen Truppen für den Angriff verantwortlich. 

Laut dem Präsidentenbüro in Kiew hatten 16 russische Flugabwehrraketen vom Typ S-300 die Fahrzeuge getroffen. Pro-russische Behörden warfen ihrerseits der Ukraine vor, für den "Terrorangriff" verantwortlich zu sein. Beide Seiten veröffentlichten Fotos von zerstörten Autos und daneben liegenden Leichen, die die Folgen des Angriffs zeigen sollen. 

lan/kbh




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