Münstersche Historiker organisieren "Research Day" auf Spielemesse

Podiumsdiskussionen über die Rolle von Brettspielen in Forschung und Gesellschaft

Münster - (upm/bhe) - Die Archäologin Anna Klara Falke und der Historiker Lukas Boch erforschen, wie verschiedene Epochen der Geschichte in modernen Brettspielen dargestellt werden. Auf der Spielemesse in Essen, der "SPIEL 22" (Wikipedia), laden die beiden Doktoranden der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster unter dem Titel "Mehr als nur Zeitvertreib? Brettspieleforschung in Deutschland" zum ersten offiziellen "Research Day" ein. Die Tagung am 8. Oktober von 11 bis 18.30 Uhr im Saal "Panorama" umfasst vier Podiumsdiskussionen mit Wissenschaftlern, Designern, Autoren und Sammlern aus Deutschland. Alle Besucher der Messe sind zum Zuhören und Mitdiskutieren eingeladen.

"Wir leben in einem Brettspiel-Land, aber leider ist das den wenigsten Bürgern bewusst", betont Lukas Boch. "Im Gegensatz zu digitalen Spielen fristen Brettspiele in der Forschung ein Schattendasein." In dem 2020 gegründeten Projekt "Boardgame Historian" von Anna Klara Falke und Lukas Boch können sich Brettspiel-Forscher vernetzen und austauschen.

Hintergrund:

Die Essener Spielemesse ist ein wichtiges Treffen der internationalen analogen Spieleszene. Sie findet jährlich im Herbst statt, in diesem Jahr vom 6. bis 9. Oktober. Die weltweit größte Publikumsveranstaltung zu Gesellschaftsspielen lockte 2019 über 200.000 Besucher an.


Universität Münster (WWU)

Titelbild: Spielen für die Wissenschaft: Archäologin Anna Klara Falke und Kirchenhistoriker Lukas Boch untersuchen das Geschichtsbild von modernen Brettspielen. Auf der Essener Spielemesse veranstalten sie am 8. Oktober einen „Research Day“ (© WWU - Sophie Pieper)



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