Zivilcourage wurde mit dem Tod bezahlt

Münster trauert um Malte.

Wie ein Lauffeuer ging es gestern durch unsere Stadt: Malte ist tot!

Malte war Mitglied der queeren Community. Mutig verwies er einen jungen Mann Anfang 20 in die Schranken als dieser anlässlich des Christopher Street Days (CSD) in Münster am 27.08. Teilnehmer*innen beleidigte. 

Daraufhin wurde der couragierte Malte von dem pöbelnden niedergeschlagen. Gestern erlag er diesen Verletzungen im Krankenhaus. 

Spontan kamen gestern Abend 6.500 Menschen auf dem Prinzipalmarkt zusammen, um für mehr Sicherheit  der queeren Community und gegen die Anfeindungen der Gesellschaft zu demonstrieren.



Besonders wurde Maltes Einsatz und seinem Schicksal bedacht. Ein starkes Zeichen das die Bürger*innen für Malte setzten. 

Auch der der erste Bürger unserer Stadt, Oberbürgermeister Dr. Markus Lewe war vor Ort, sprach aber nicht öffentlich. 

Der mutmaßliche Täter wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Er soll bereits wegen Körperverletzung vorbestraft sein. 

Wie er mit der Schuld, des durch ihn verursachten Todes von Malte in seinem weiteren Leben fertig wird, ist eine andere Geschichte.

Mein Mitgefühl gilt Maltes Familie und seinen Freund*innen:

Rest in Peace Malte!


Lesermeinung:

"Sprachlosigkeit ist keine geeignete Reaktion. So etwas darf nicht vorkommen! Alle sind aufgerufen gegen Hass und Anfeindungen auf die Straße zu gehen. Alle Bürger*innen!" Max



Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel