Wassermangel im Regierungsbezirk

Bezirksregierung Münster strebt gemeinsames Vorgehen an.

Münster. Aus Anlass der derzeitigen Dürre-Lage hat sich die Bezirksregierung Münster mit den Umweltdezernent:innen der Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk über das gemeinsame Vorgehen ausgetauscht. Aktuell sind die Oberflächengewässer der Region von akutem Wassermangel betroffen. In dem behördlichen Austausch betonten Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers und die Umweltdezernent:innen das gemeinsame Verständnis der Kreise und kreisfreien Städte sowie der Bezirksregierung, die Gewässer mit ihrer Flora und Fauna schützen zu wollen.

Entsprechend haben einige Kreise in den vergangenen Tagen Allgemeinverfügungen erlassen, die die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern untersagen. Dies gilt bis auf Weiteres auch für Entnahmen, für die eine behördliche Erlaubnis bereits erteilt worden ist. Andere Kreise haben dazu aufgerufen, auf die Wasser-Entnahme freiwillig zu verzichten. "Gewässern, die in Zeiten längerer Trockenheit schon erheblichem Stress wegen des niedrigen natürlichen Abflusses unterworfen sind, sollte aktuell kein weiteres Wasser entzogen werden", betonten die Umweltdezernent:innen und der Regierungsvizepräsident.


Zum Hintergrund: Bezirksweit fielen im Mai und Juni oft weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmengen. Auch der Juli brachte bisher keine nennenswerten Niederschläge. Die Trockenheit der vergangenen Monate hat zur Folge, dass die Flüsse und Bäche aktuell sehr wenig Wasser führen. Derzeit laufen die Pegelstände an vielen Stellen auf Tiefstwerte zu, die sonst üblicherweise erst im späten Sommer erreicht werden. Während die Gesamtniederschlagsmengen (ca. 800 Millimeter pro Quadratmeter und Jahr) weiterhin weitgehend stabil sind, hat sich infolge des Klimawandels ihre Verteilung übers Jahr deutlich verändert. Einerseits können die Oberflächengewässer die langen sommerlichen Trockenperioden nicht mehr überbrücken. Andererseits erreichen immer häufiger auftretende Starkregenereignisse Intensitäten, die das Abflussvermögen der Flüsse und Bäche übersteigen und so zu erheblichen Zerstörungen führen können.


Die Bezirksregierung Münster und die Umweltdezernent:innen der Kreise und kreisfreien Städte wollen ihren Austausch zu den Wasser-Themen der Region fortsetzen. Bei dem behördlichen Austausch soll es künftig auch um die Trinkwasser-Versorgung im Regierungsbezirk gehen. Diese sei derzeit nicht gefährdet, so die Teilnehmer:innen des Gesprächs, müsse aber ebenfalls beobachtet werden.




Bildzeile: Auch die Ems bei Greven führt Mitte Juli 2022 wenig Wasser.


Bildquelle: Bezirksregierung Münster



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