K.o.-Tropfen-Attacke auf SPD-Fest

Eine Attacke mit K.o.-Tropfen auf mehrere Frauen beim Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion hat in Berlin große Beunruhigung ausgelöst.

Eine Attacke auf einem SPD-Fest mit K.o.-Tropfen gibt Rätsel auf. "Wir sind alle entsetzt über diesen unglaublichen Vorgang", schrieb Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast im Kurzbotschaftendienst Twitter. Mast riet allen Betroffenen zur Anzeige. Wie am Samstag aus der Fraktion verlautete, könnten neun Menschen Opfer der Attacke geworden sein; die Zahl könnte aber noch steigen.

"Es gibt noch viele Unklarheiten, die Polizei ermittelt", sagte ein Fraktionssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Vorfall habe sich am Mittwochabend bei einem Fest mit rund tausend Gästen im Tipi-Zelt am Berliner Kanzleramt ereignet - unter den Teilnehmern war auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Eingelassen wurden den Angaben zufolge nur Gäste mit persönlicher Einladung. Es habe sich um eine "interne Veranstaltung" mit Abgeordneten, Fraktionsmitarbeitern und Mitarbeitern aus den Wahlkreisen gehandelt, sagte der Sprecher.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Mathias Martin unterrichtete die Abgeordneten am Freitagabend in einem Schreiben über den Vorfall. "Auf unserem Sommerfest gab es offenkundig Angriffe auf Kolleginnen mit K.o.-Tropfen", schrieb Martin in dem Brief, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. "Dies ist ein ungeheuerlicher Vorgang, der unsererseits sofort bei der Bundestagspolizei gemeldet wurde." 

Kriminelle setzen K.o.-Tropfen ein, um etwa Frauen willenlos zu machen und sie sexuell zu missbrauchen. Zu den Symptomen zählen Schwindel und Übelkeit. 

pw/ju



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