Deutscher Doppelsieg in der Vielseitigkeit

Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung (Horb) und Ex-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) haben beim CHIO in Aachen für einen deutschen Doppelsieg in der Vielseitigkeit gesorgt:

Jung lag mit seinem Spitzenpferd Chipmunk sechs Punkte vor Auffarth mit Viamant du Matz und dem dreimaligen Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy (Australien) mit Vassily de Lassos.

In der Mannschaftswertung wurde Deutschland mit deutlichem Rückstand auf Vorjahressieger Großbritannien Zweiter. Das Streichresultat lieferte ausgerechnet Europameisterin Ingrid Klimke (Münster), deren Stute Siena just do it einen Vorbeiläufer hatte und damit weit in der Zeit zurückfiel. Beste Teamreiterin war Auffarth mit Viamant du Matz vor Olympiasiegerin Julia Krajewski (Warendorf) mit Amande de B'Neville und Jung mit seinem Nachwuchspferd Kilcandra Ocean Power.

Jung musste nach seiner Zielankunft als letzter Reiter im Wettbewerb minutenlang auf das Ergebnis warten. An Hindernis 14 hatte Chipmunk die rote Fahne abgeräumt, zunächst war nicht zu erkennen, ob es sich um einen Vorbeiläufer (missed jump) gehandelt hatte. In dem Fall wäre Jung aus der Wertung gefallen.

Überschattet wurde der Geländeritt von einer Verletzung des Pferdes Allstar von Weltmeisterin Rosalind Canter (Großbritannien). Der 17-jährige Hengst setzte nach einem Sprung das linke Vorderbein nicht mehr auf. Einen Sturz hatte es nicht gegeben, möglicherweise war Allstar mit voller Wucht mit dem Bein gegen ein Hindernis geprallt.

"Das ist ganz schrecklich", sagte die amtierende Europameisterin Ingrid Klimke am WDR-Mikrofon: "Ich habe sowas selbst mal mit Bobby erlebt, für den Reiter ist das eine Katastrophe." Allstar wurde mit dem Transporter in die Klinik gebracht.



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