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Russland, die "direkte Bedrohung"

Laut Stoltenberg sei Russland eine "direkte Bedrohung" für die Nato.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Russland vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs als "direkte Bedrohung unserer Sicherheit" bezeichnet. Der Norweger äußerte sich am Mittwoch kurz vor Beginn der Beratungen auf dem Nato-Gipfel in Madrid. Die Staats- und Regierungschefs der Militärallianz wollen in der spanischen Hauptstadt eine neue Strategie verabschieden und eine deutliche Aufstockung der schnellen Nato-Einsatzkräfte auf den Weg bringen.

Stoltenberg sprach von einem "historischen" Gipfel. Er werde die "größte Neuaufstellung unserer kollektiven Verteidigung seit dem Kalten Krieg" bringen, bekräftigte er.

Erwartet werden zudem weitere Hilfszusagen für die Ukraine. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor drei weitere Panzerhaubitzen der Bundeswehr für das Land angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll als Gast zu dem Gipfel zugeschaltet werden. 

In letzter Minute ausgeräumt wurde der Streit mit dem Nato-Land Türkei über die Beitritte Finnlands und Schwedens. Die beiden EU-Länder verpflichteten sich in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstagabend auf ein härteres Vorgehen gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK zu, die in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird.

lob/ck