Stadt bereitet Ausschreibung des Stadionausbaus vor

Trotz stark steigender Baukosten und wirtschaftlich immer schwerer zu kalkulierenden Rahmenbedingungen treibt die Stadtverwaltung die Pläne für den Ausbau des städtischen Stadions an der Hammer Straße voran.

Münster - (SMS) - Trotz stark steigender Baukosten und wirtschaftlich immer schwerer zu kalkulierenden Rahmenbedingungen treibt die Stadtverwaltung die Pläne für den Ausbau des städtischen Stadions an der Hammer Straße voran. Mit dem Arbeitskreis Stadion, dem neben Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt Münster auch die Spitze des SC Preußen Münster und des Stadtsportbundes angehören, erörtert die Verwaltung am heutigen Mittwoch eine Beschlussvorlage, die dem Rat am 7. September zur Entscheidung vorgelegt werden soll. 

Wenn der Rat zustimmt, kann das Projekt danach unmittelbar ausgeschrieben werden. Gesucht wird dann ein sogenannter Totalübernehmer, der mit möglichst hoher Termin- und Kostensicherheit das Stadion bedarfsgerecht ausbaut. Grundlage der bisherigen Planung ist eine Ausbauvariante inklusive Business-Bereichen und Logen sowie optionalen Eckgebäuden im Südwesten und Südosten für verschiedene sportbezogene Nutzungen. Die Entscheidung, welche dieser Module wann realisiert werden sollen, ist dem Rat vorbehalten.

Eine Machbarkeitsstudie, die im Dezember von der Stadtverwaltung öffentlich vorgestellt worden ist, bezifferte die Kosten für die Realisierung aller Ausbau-Bausteine zuletzt auf 111,4 Millionen Euro netto. Weil im Haushaltsansatz der Stadt Münster nur 40 Millionen Euro vorgesehen sind, soll der Totalübernehmer ein Baukonzept vorlegen, bei dem im ersten Schritt mit 40 Millionen Euro eine erste, weiterhin voll nutzbare Ausbaustufe realisiert werden kann, wobei die weiteren Ausbaustufen von Anfang an schon geplant aber je nach politischem Beschluss und verfügbaren Haushaltsmitteln optional auch erst später umgesetzt werden können. Die Module, deren Realisierungsumfang und -Reihenfolge noch festgelegt werden können, sind

-Rückbau und Errichtung der Westtribüne (Rückbau gestartet)

-Rückbau und Errichtung der Osttribüne

-Rückbau und Errichtung der Nordtribüne (dort sollen zusätzliche Logen, Business- und Veranstaltungsbereiche entstehen, die der SCP bzw. deren Vertragspartner ausbauen bzw. ausstatten werden)

-Anpassung der Südtribüne zur Erfüllung der Zweitligatauglichkeit

-Umsetzung eines Nachhaltigkeits- und Energiekonzepts (Plus-Energie-Stadion, Beitrag zur Klimaneutralität der Stadt)

-Errichtung einer Mobilstation für die spieltagsbezogenen Verkehre einschl. Deckung der Stellplatzbedarfe und als Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung

-Optionaler Ausbau der Südostecke einschl. Errichtung einer Stadion-Kita

-Optionaler Ausbau der Südwestecke zur Deckung der Raumbedarfe des SCP für die Modernisierung der Geschäftsstelle und zur Realisierung der Entwicklungspotenziale des Profi- und NLZ-Bereichs durch den SC Preußen Münster, seine Investoren und ggf. in Kooperation mit weiteren Sportvereinen aus Münster

Der in der Stadtverwaltung zuständige Beigeordnete Thomas Paal sagt: „Mit der Ausschreibung des Projektes gehen wir nach jahrelangen Vorarbeiten in die Umsetzungsphase über. Das Ziel des zweitligatauglichen Stadions an der Hammer Straße steht auch in finanziell herausfordernden Zeiten.“ 



Stadt Münster



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