FDP zum Thema Bodycams: Das Problem ist nicht die fehlende Technik, sondern Personalmangel

“Eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft des Ordnungsdienst ist viel wichtiger, als über Bodycams nachzudenken”

Die Diskussion über die Anschaffung von Bodycams geht für die FDP Ratsfraktion an der eigentlichen Problemstellung vorbei: “Eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft des Ordnungsdienst ist viel wichtiger, als über Bodycams nachzudenken”, findet FDP-Fraktionsvorsitzender Jörg Berens. “Wir wollen deshalb ernsthaft diskutieren: Was soll der Ordnungsdienst leisten? Wie stark muss seine Präsenz im öffentlichen Raum sein? Wie viel Personal brauchen wir, um die unterschiedlichen Aufgaben auch lückenlos abdecken zu können, ggf. sogar Rund um die Uhr?”, skizziert Berens. Hinzu kommt, dass die am Körper sichtbar getragenen Videokameras zwar als Abschreckung und Prävention vor Straftaten dienen sollen, aber auch eine starke Grundrechtseinschränkung mit sich führen. “Die Nachteile überwiegen nicht nur in unseren Augen, selbst die Stadtverwaltung misst den Bodycams keine hohe Priorität bei”, so Berens. Zusammenfassend betont der Politiker: “Bevor wir über Technik sprechen, müssen wir über mehr Personal und eine Aufgabenkritik sprechen. Alles andere ist eine Scheindebatte.”



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