Briten und ein Marokkaner in Ukraine zum Tode verurteilt

Russische Medien: Zwei Briten und ein Marokkaner wurden von Separatisten in der Ukraine zum Tode verurteilt.

Drei in der Ostukraine gefangen genommene ausländische Kämpfer sind nach Angaben russischer Medien von den pro-russischen Separatisten zum Tode verurteilt worden. Zwei Briten und ein Marokkaner seien vom Obersten Gerichtshof der Separatisten in Donezk verurteilt worden, weil sie "an den Kämpfen als Söldner teilnahmen", berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Donnerstag. Die drei Männer hatten demnach auf der Seite der Ukraine gekämpft und waren von russischen Truppen gefangen genommen worden.

Die ausländischen Kämpfer hätten sich während des dreitägigen Prozesses schuldig bekannt, "Taten mit dem Ziel der Machtübernahme und des Umsturzes der verfassungsmäßigen Ordnung in der Volksrepublik Donezk" begangen zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax.

Die beiden Briten hatten sich demnach im April in Mariupol ergeben. Die Hafenstadt im Süden der Ukraine war von den russischen Truppen nach wochenlanger Belagerung eingenommen worden. Nach ihrer Gefangennahme hatten die britischen Kämpfer im russischen Staatsfernsehen Großbritanniens Premierminister Boris Johnson aufgerufen, über ihre Freilassung zu verhandeln. Der marokkanische Kämpfer ergab sich laut Interfax im März in Wolnowacha. Die Verurteilten haben einen Monat Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.

bur/noe/mid



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