Münster will sein Fahrradnetz ausbauen

Durch ein systematisches und hierarchisches Fahrradnetz sollen Radfahrende künftig noch sicherer, komfortabler und schneller durch Münster kommen.

Münster - (SMS) - Durch ein systematisches und hierarchisches Fahrradnetz sollen Radfahrende künftig noch sicherer, komfortabler und schneller durch Münster kommen. Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität hat am Mittwoch (1. Juni) das entsprechende Konzept beschlossen. „Vom Kfz-Straßennetz ist eine Unterscheidung der Straßen je nach Funktion bekannt: Hauptstraßen, Nebenstraßen, Erschließungsstraßen. Eine solche Abstufung hat die Stadt Münster mit dem Fahrradnetz 2.0 nun auch für den Radverkehr entwickelt. Für zukünftige Baumaßnahmen werden aus dieser Abstufung auch Prioritäten festgelegt“, fasst Stadtbaurat Robin Denstorff wesentliche Ziele der Netzplanung zusammen.

 Das „Fahrradnetz 2.0“ dient als Entscheidungsgrundlage für alle weiteren Neu-, Aus- und Umbaumaßnahmen der Verkehrsinfrastruktur in Münster und soll sukzessive fortgeschrieben werden. Aufbauend auf diesem Netz wird in der zweiten Jahreshälfte eine konkrete Maßnahmenliste mit Handlungsempfehlungen entwickelt und zur Beschlussfassung vorgelegt. Danach erfolgt die schrittweise Umsetzung.   

Die aus der öffentlichen Beteiligung „Dein AppGrade für Münsters Fahrradwege“ generierte „Heatmap“: Je intensiver das Rot, desto häufiger nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die jeweiligen Strecken / Stadt Münster, Ramboll Deutschland GmbHDatengrundlagen und umfassende Beteiligung

Mit einer breit angelegten Beteiligung der Öffentlichkeit hat die Stadt Münster gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros das Fahrradnetz erarbeitet. Die öffentlichen und viel genutzten Beteiligungsaktionen „AppGrade“ im vergangenen Jahr sowie die Onlinebeteiligung im März dieses Jahres waren neben der Grundlagenermittlung und Abstimmungen mit Politik, Fachplanern und Stakeholdern aus dem Bereich Verkehr ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Fahrradnetzentwurfes.

„Viele Münsteranerinnen und Münsteraner haben ihre individuellen Ortskenntnisse als Expertise in die Netzplanung eingebracht. Mehr als 3000 Hinweise aus der Öffentlichkeit zeigen, wie groß das Interesse an zukunftsgerechter Mobilitätsentwicklung in unserer Stadt ist“, freut sich Phillip Oeinck aus dem städtischen Fahrradbüro. 

Entstanden sind 480 Kilometer systematisierter Radwegestruktur, die sich in Velo-, Haupt und Basisrouten unterteilen. Unabhängig davon, bleiben aber selbstverständlich auch die weiteren Radverkehrsverbindungen in Münster erhalten. 

Bei der Netzplanung wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Velorouten gelegt. Die Velorouten sollen für eine direkte Verbindung der Umlandgemeinden und der Außenstadtteile mit Münsters Innenstadt sorgen. Einige der insgesamt 14 Routenverläufe sind bereits in den Jahren 2019 und 2020 festgelegt worden, nachdem auch dazu eine Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden hatte. Die Umsetzung dieser Routen ist abschnittsweise bereits in vollem Gange (z. B. Veloroute Telgte - Münster oder Everswinkel - Münster). Für die sieben Velorouten mit bislang noch nicht festgelegtem Verlauf wurden im Zuge der Netzplanung jeweils weiträumige Korridore und unterschiedliche Varianten betrachtet. Nun stehen auch für diese Velorouten konkrete Trassen fest, so dass mit den Detailplanungen begonnen werden kann. 



Stadt Münster

Foto: Das Fahrradnetz wird in Münster weiter ausgebaut / Stadt Münster, Patrick Schulte



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