Sanktionen treffen russische Wirtschaft hart

Die internationalen Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs treffen die Wirtschaft des Landes laut Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hart.

Habeck: Die Sanktionen treffen die russische Wirtschaft hart. Zwar verdiene die Regierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin noch immer viel Geld mit Energieexporten und das "tut weh", sagte Habeck am Donnerstag im Bundestag. "Aber er kann sich von dem Geld, das er verdient, immer weniger, ja faktisch nichts mehr kaufen".

Die Länder, die sich den Wirtschaftssanktionen gegen Russland angeschlossen haben, hätten in den vergangenen Monaten 53 Prozent weniger in das Land ausgeführt, sagte Habeck weiter. Auch die Exporte der Staaten, die sich nicht an den Sanktionen beteiligten, seien um 45 Prozent gesunken. Russland fehlten so zum Beispiel Sicherheitsupdates für Flugzeuge - "mit der Konsequenz, dass bald die Flugzeuge am Boden bleiben". Dem Land fehlten technische Güter, so dass Produktionsprozesse "zerstört" würden. "Die Zeit arbeitet gegen Russland, sie arbeitet gegen die russische Wirtschaft."

Das russische Bruttoinlandsprodukt sei bereits um neun Prozent eingebrochen, die Kreditwürdigkeit des Landes habe nur noch "Ramschstatus", sagte der Wirtschaftsminister weiter. Die Investitionstätigkeit in dem Land sei um 34 Prozent zurückgegangen.

Die Kosten der Sanktionen träfen aber auch die deutsche Wirtschaft und die deutsche Bevölkerung. "Wir tun dies, um Putins Wirtschaft zu schädigen", sagte Habeck. Deutschland leiste so seinen "wirtschaftspolitischen Beitrag, dass dieser Krieg irgendwann ein Ende findet".

fho/ilo



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