Chinook-Transporthubschrauber für die Bundeswehr

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat über die Anschaffung des neuen schweren Transporthubschraubers für die Bundeswehr entschieden.

Es sollten 60 Maschinen des Typs CH-47F Chinook vom US-Hersteller Boeing angeschafft werden, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der Chinook sei "modern und erprobt" und bei vielen Nato-Partnern im Einsatz, sagte Lambrecht. Sie verwies dabei darauf, dass der Zuschlag für das Boeing-Modell auch den Kauf einer größeren Zahl an Maschinen ermöglicht.

Finanziert werden sollten die zweimotorigen Hubschrauber aus dem 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr. Gekauft werden soll laut Verteidigungsministerium eine Version, die auch über eine Luftbetankungsmöglichkeit verfügt. Die Chinook-Hubschrauber sollen die rund 50 Jahre alten und reparaturanfälligen CH-53G-Hubschrauber vom US-Hersteller Sikorsky ablösen.

Nach Medienberichten liegen die geschätzten Kosten bei rund fünf Milliarden Euro. Für dieselbe Summe hätte die Luftwaffe nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" von Ende April nur 40 Maschinen des Konkurrenzmodells Sikorsky CH-53K bekommen.

mt/ju



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