Historisches zur Kaffeezeit: Demokratiegeschichte(n)

Eine Veranstaltungsreihe des "Studium im Alter" präsentiert die Forschungsergebnisse.

Bei Kaffee und Kuchen über Geschichte ins Gespräch kommen – darum geht es bei der Veranstaltung „Historisches zur Kaffeezeit: (Wie) haben wir Deutschen Demokratie gelernt?“. Beginnend am 7. Juni, stellen Teilnehmer des Programms „Studium im Alter“ der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster dienstags von 16 bis 18 Uhr ihre Forschungsergebnisse rund um die deutsche Demokratiegeschichte vor. Die Kurzvorträge mit anschließenden Diskussionen finden im Veranstaltungsraum des „A2 am See“ (Annette-Allee 3, 48143 Münster) statt. Die Reihe, zu der alle Interessierten willkommen sind, endet am 28. Juni. Der Eintritt ist frei.

Die Referenten forschten über vier Semester zur Geschichte ihrer Heimatorte. Sie stellten sich die Fragen, was Demokratie seit 1945 gelingen lässt, woran sie in der Weimarer Republik gescheitert ist und wie die Bürgerinnen und Bürger Demokratie lernen und sie mitgestalten können. Tageszeitungen wie die Westfälischen Nachrichten und ihre Journalisten waren genauso Forschungsgegenstand wie in Vergessenheit geratene demokratische Vorbilder – etwa Nikolaus Osterroth. Zudem untersuchten die Studierenden den Aufbau der Demokratie von unten in den Städten und Gemeinden oder die Frage, ob Schülerinnen und Schüler in der Nachkriegszeit an der Schule auch Demokratie erlernten.

Die Forschungsergebnisse sind online einsehbar. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation vom „Studium im Alter“ der WWU, von Münster Marketing und dem Verein „Gegen Vergessen. Für Demokratie“.

Das Programm in der Übersicht:

07. Juni
Der Weg zur Weimarer Demokratie
Kommunalpolitik in Lüdinghausen
Das politische Leben und Wirken von Nikolaus Osterroth
Peter Schäfer, Heribert Schwarzenberg

14. Juni
Demokratisierung von unten: Kommunale und regionale Entwicklungen nach 1945
Hamms Rückkehr zur Demokratie nach 1945
Demokratisierung der Schulpolitik in einer Landgemeinde
Entstehung einer demokratischen Streitkultur im Emsland
Rudolf Hollenhorst, Otto Gertzen, Heinz Kleene

21. Juni
Demokratisierung und Journalismus nach 1945
Dr. Anton Friedrich Eickhoff – NS-Hauptschriftleiter und WN-Chefredakteur
Die WN in den „dynamischen Jahren“ der Bundesrepublik 1957/58 bis 1965
Michael Bieber, Klaus-Dieter Franke

28. Juni
Demokratie lernen und leben in Schule und Gesellschaft
Ein Gymnasium in Ibbenbüren und zivilgesellschaftliches Engagement in Münster.
Bernhard Rietmann, Norbert Schäfers



WWU

Foto: Das Rathaus im Jahre 1952: Nach zwölf Jahren Nationalsozialismus, davon sechs Kriegsjahre, begann 1945 nicht nur der Wiederaufbau der münsterschen Infrastruktur, sondern auch der Demokratie / © Stadtarchiv Münster (Fotosammlung Nr. 19294)



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