Regierungschef in Australien abgewählt

Bei der Parlamentswahl in Australien hat der konservative Regierungschef Scott Morrison Hochrechnungen zufolge eine Niederlage erlitten.

Gewinner der Abstimmung am Samstag ist laut den Hochrechnungen sein Herausforderer Anthony Albanese von der oppositionellen Labor-Partei. Der 59-Jährige hatte unter anderem mit Klima-Themen Wahlkampf gemacht und Maßnahmen angekündigt, um den unter der Inflation leidenden Menschen zu helfen.

Albanese sei durch das Wahlergebnisse in der Position, eine Regierung zu bilden, berichtete der nationale Fernsehsender ABC unter Berufung auf Hochrechnungen nach Auszählung von rund der Hälfte der abgegebenen Stimmen. Unklar blieb allerdings zunächst, ob seine Labor-Partei für eine Mehrheit im Parlament auf Koalitionspartner angewiesen sein wird.

Rund 17 Millionen Menschen waren aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Viele Australierinnen und Australier machen Morrison für die vergangenen drei schweren Krisenjahre verantwortlich. Diese begannen 2019 kurz nach seiner Amtsübernahme mit riesigen Feuern im Osten des Landes, durch die ein Gebiet der Größe Finnlands verbrannte. Kaum waren die Brände gelöscht, begann die Corona-Pandemie. Im Februar dieses Jahres dann richteten Überschwemmungen schwere Schäden an Australiens Ostküste an.

jes/ck



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