Heroldstraße: Unterführung eröffnet

Mit der Freigabe der „neuen Heroldstraße“ und der Bahn-Unterführung ist ein lange bestehendes Verkehrsproblem in Mecklenbeck behoben.

Münster - (SMS) - Die „Glückauf-Schranke“ an den Bahngleisen Heroldstraße in Münster-Mecklenbeck gehört der Vergangenheit an. Mit der Freigabe der „neuen Heroldstraße“ und der Bahn-Unterführung ist ein lange bestehendes Verkehrsproblem in Mecklenbeck behoben.

So sah es Jahrzehnte an der Heroldstraße aus: Lange Wartezeiten wurden den Verkehrsteilnehmenden abverlangt./Stadt Münster.Mit dem ersten Spatenstich im Februar 2018 nahm die Großbaustelle Heroldstraße Fahrt auf, am 18. Mai 2022 wird mit der Eröffnung der neuen Heroldstraße der Endspurt eingeläutet. Bevor der Verkehr den neuen Weg einschlug, konnten Interessierte die noch autofreie neue Straße und Unterführung erkunden. Eine Foto-Ausstellung am Gehweg in der Unterführung illustriert den Fortschritt der Großbaustelle.

Parallel zur Freigabe der Unterführung ist die alte Schranke an der Heroldstraße geschlossen worden. Züge sind dort seit dem 1. Januar 1892 gefahren. Der neue Bahnhaltepunkt Mecklenbeck markierte Ende 2018 den ersten Meilenstein der Großbaustelle.

Im Sommer 2018 wurde der Getterbach verlegt. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie die Radfahrenden gab es eine neue Brücke. /Stadt Münster, MünsterView.Mehr als 50 Jahre beschäftigte die Mecklenbeckerinnen und Mecklenbecker ebenso wie die Verkehrsplanung der Stadt die regelmäßig auftretenden langen Schrankenschließungen mit entsprechenden Wartezeiten. In einem Prozess mit vielen Überlegungen, Diskussionen und Vorschlägen von Verwaltung und Bürgerschaft wurde die Baumaßnahme erarbeitet, die dann den Anwohnerinnen und Anwohnern noch einmal Geduld abverlangte, lärmintensive Nachtarbeit gerade zu Beginn des Projektes inklusive. Zu den Etappen gehörte die Verlegung des Getterbachs, der Bau der Bahn-Überführung zum Haltepunkt und der Straßenunterführung oder der Aufbau der Lärmschutzwand.

Im Zentrum des Großprojektes standen die Arbeiten für die Unterführung. Technisch stellte diese das größte Bauvolumen und eine ganz besondere Herausforderung dar. Hohe Grundwasserstände machten eine umfangreiche Wasserhaltung nötig, damit sechs Meter unter der Erde bei trockenem Baugrund gearbeitet werden konnte.

Arbeiten an der Bahnunterführung im Jahr 2019./ Paul-Leo Knoke.Im Sommer 2023 soll alles fertig sein. Bis dahin steht noch eine Lückenschließung in der Lärmschutzwand am bisherigen Bahnübergang an, außerdem muss die Brücke über den Getterbach an der „alten Heroldstraße“ erneuert werden. Zum Abschluss aller Arbeiten an der Großbaustelle Heroldstraße wird der Abschnitt vom Hafkhorst bis zur Einmündung in die neue Heroldstraße erneuert.

Viele Informationen rund um die Großbaustelle Heroldstraße und auch einen „Rundflug“ über die Baustelle im Oktober 2021 finden sich hier: www.stadt-muenster.de/heroldstrasse


Stadt Münster

Titelbild: Mit der Öffnung der Schranke ist die neue Heroldstraße am 18. Mai für den Verkehr freigegeben worden: (Von links nach rechts): Jürgen Teigelmeister (Projektleiter Stadt Münster), Peter Beidenhauser (Hauptdezernent Bezirksregierung Münster), Markus Lewe (OB), Ina Brandes (Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Robin Denstorff (Stadtbaurat), René Magill (Projektleiter DB), Helmut Goebel (Anwohner), Gerhard Rüller (komm. Leiter Amt für Mobilität und Tiefbau)./Stadt Münster, Patrick Schulte.



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