Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan

Die G7-Außenministerinnen und -Außenminister bekunden ihre Ablehnung zur Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan.

"Wir, die G7-Außenministerinnen und -Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Hohe Vertreter der Europäischen Union, bekunden unsere entschiedenste Ablehnung und missbilligen die zunehmenden Einschränkungen der Rechte und Freiheiten von Frauen und Mädchen in Afghanistan durch die Taliban.

Wir stehen an der Seite der afghanischen Bevölkerung in ihrer Forderung nach Gleichberechtigung im Einklang mit den Zusagen der Taliban gegenüber allen Afghaninnen und Afghanen sowie den völkerrechtlichen Verpflichtungen Afghanistans. Wir verurteilen die Einführung zunehmend restriktiver Maßnahmen, die die Fähigkeit der einen Hälfte der Bevölkerung zur uneingeschränkten, gleichberechtigten und wahrhaftigen Teilhabe an der Gesellschaft stark beschneiden, einschließlich der jüngsten Ankündigung in Bezug auf das Auftreten von Frauen in der Öffentlichkeit sowie neuer Strafen für Familienangehörige, um die Einhaltung dieser Einschränkungen durchzusetzen.

Mit diesen Maßnahmen isolieren sich die Taliban weiter von der internationalen Gemeinschaft. In Anlehnung an unsere zusammen mit Norwegen abgegebene gemeinsame Erklärung vom 24. März fordern wir die Taliban auf, dringend Schritte zu unternehmen, um die Einschränkungen für Frauen und Mädchen aufzuheben, ihre Menschenrechte zu achten und die Erwartungen der Afghaninnen und Afghanen sowie der Welt zu erfüllen, ihnen uneingeschränkte, gleichberechtigte und wahrhaftige Teilhabe an Arbeit, Bildung und öffentlichem Leben sowie Bewegungs- und Meinungsfreiheit zu ermöglichen, was für Frieden, Stabilität und Entwicklung des Landes auf lange Sicht von entscheidender Bedeutung ist." 


Auswärtiges Amt



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