„Weg der Jahresbäume“

Die Rotbuche ist der "Baum des Jahres" und wurde heute, am Tag des Baumes, von der Bürgermeisterin eingepflanzt.

Münster - (SMS) - Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist für 2022 als „Baum des Jahres“ ausgewählt worden. Bürgermeisterin Angela Stähler pflanzte mit Unterstützung des Grünflächenamtes am 25.4., passend am Tag des Baumes, eine Rotbuche am "Weg der Jahresbäume" zwischen dem Mühlenhof und dem Museum für Naturkunde.

Die oft als "Mutter des Waldes" titulierte Baumart ist eine in Mitteleuropa heimische und von Natur aus auf vielen Standorten natürlich dominierende Baumart. Die Rotbuche kann 300 Jahre alt und bis über 40 Meter hoch werden. Im freien Stand bildet sie eine breite, pyramidale, abgerundete Krone aus. Die Blätter sind grün, nicht rot. Das Holz ist hart und fest, im frischen Sägeschnitt leicht rötlich, daher der Name Rotbuche. Der Baum benötigt mäßig Licht und besitzt hohe Schattentoleranz. Sie bildet unter der Laubkrone einen so starken Schatten, sich im Wald keine Strauchschicht, sondern eine Krautschicht bildet. Das zersetzte Laub liefert einen milden Humus. Die Wurzeln benötigen viel Luft und reagieren empfindlich auf Bodenverdichtung, Bodenabtrag und Bodenauftrag. Die Rotbuche gilt als Vogelnährgehölz, weil 26 heimische Vogelarten von ihr leben.

Die Rotbuche steht nun schon zum zweiten Mal auf der Liste der Bäume des Jahres. 1989 wurde sie erstmals aufgrund der Belastung durch Luftschadstoffe ausgezeichnet. Für 2022 wurde sie erneut gekürt, da sie in den letzten drei Jahren durch den Klimawandel unter Hitze und Trockenheit gelitten hat. Es ist das erste Mal, dass ein Baum zum zweiten Mal zum Baum des Jahres ausgewählt wurde.

Seit 1989 zeichnet das "Kuratorium Baum des Jahres", ein aus Expertinnen und Experten bestehender Fachbeirat der Silvius Wodarz Stiftung alljährlich eine Baumart aus. Den Anfang machte die Eiche. Zunächst wurden bedrohte und seltene Baumarten ausgewählt, weitere Kriterien können aber auch Schönheit, Beliebtheit, ökologische und landschaftliche Bedeutung sein. Die Jahresbäume unterstreichen die ökologische Bedeutung der verschiedenen Arten und sollen die Menschen für einen schonenden Umgang mit der Natur sensibilisieren. Münsters "Weg der Jahresbäume" legte das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 1989 an. Weitere Informationen unter: www.stadt-muenster.de/umwelt/baeume/baum-des-jahres. 


Stadt Münster

Foto: Bürgermeisterin Angela Stähler und Franz Gemmeke von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald  pflanzen eine Rotbuche am "Weg der Jahresbäume". Gestiftet hat den Baum die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. / Stadt Münster



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