Mexiko verstaatlicht Lithium-Förderung

Das mexikanische Parlament beschließt die Verstaatlichung von Lithium-Förderung.

In Mexiko hat das Parlament die Verstaatlichung des Abbaus von Lithium beschlossen. Der Senat verabschiedete am Dienstag mit 87 gegen 20 Stimmen eine entsprechende Änderung des Bergbaugesetzes. Das Abgeordnetenhaus - die andere Kammer des Parlaments - hatte die vom linksgerichteten Präsidenten Andrés Manuel López Obrador eingebrachte Vorlage bereits am Vortag gebilligt. 

Demnach sollen die Lithium-Vorkommen künftig als nationales Erbe gelten und Konzessionen für den Abbau an private Unternehmen verboten werden sollen. Bisher wird in Mexiko kein Lithium gefördert. Das Land verfügt jedoch über Vorkommen des Leichtmetalls insbesondere im nördlichen Bundesstaat Sonora. 

Lithium wird bislang hauptsächlich in Australien und Südamerika abgebaut. Das Metall spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Batterien, die beispielsweise in Elektroautos verbaut werden.

Vorgängerregierungen hatten in Mexiko acht Konzessionen zum Lithium-Abbau an Privatunternehmen vergeben. López Obrador sagte nun, diese Konzessionen sollten auf ihre Gültigkeit überprüft werden. Zuvor hatte die Regierung indessen noch mitgeteilt, die bereits vergebenen Lithium-Konzessionen sollten gültig bleiben. 

dja/mkü



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