Brandanschlag und Sprengstoffdrohungen

Xenophobie und Islamophobie in NRW nehmen neue Ausmaße an.


Sechs Menschen nach mutmaßlich rechtsextremem Brandanschlag aus Haus gerettet

Im niedersächsischen Syke ermittelt die Polizei wegen eines mutmaßlich rechtsextrem motivierten Brandanschlags auf ein Restaurant. An einer Mauer des Gebäudes seien Hakenkreuze und andere fremdenfeindliche Symbole entdeckt worden, teilte die Polizei am Donnerstag in Diepholz mit. Der Brand ereignete sich demnach am frühen Donnerstagmorgen. Einsatzkräfte retteten sechs Menschen aus einem angrenzenden Wohnhaus. Sie blieben unverletzt.

Das Restaurant wird nach Angaben der Beamten von einem Syker Bürger mit Migrationshintergrund betrieben. An der Rückwand des Gebäudes war ein Fenster eingeschlagen, dort fanden sich auch die rechtsextremen Symbole. Aufgrund der Spurenlage sei von einer Brandstiftung auszugehen, hieß es. Staatsschutz und Brandermittler bearbeiten den Fall. Eine Sofortfahndung nach möglichen Tätern unter anderem mit einem Hubschrauber blieb erfolglos. Der Schaden durch das Feuer liegt laut Polizei bei mindestens 150.000 Euro.

Polizei ermittelt nach Drohmails an Moscheen in Nordrhein-Westfalen

Nach den Sprengstoffdrohungen gegen vier Moscheen in Nordrhein-Westfalen sucht die Polizei nach Hinweisen auf den oder die Verfasser der Drohmails. "Die Ermittlungen laufen", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Dortmund. Der Hintergrund der Drohungen vom Mittwoch war demnach zunächst weiter unklar. Bei Durchsuchungen der betroffenen Moscheen hatte die Polizei keinen Sprengstoff gefunden.

Die Bombendrohungen hatten sich gegen Moscheen in Essen, Unna und Hagen gerichtet, zudem wurde eine ähnliche Drohung gegen eine Moschee in Bielefeld bekannt. Im Zuge der Ermittlungen wird nun auch geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Bombendrohungen gibt. Die Polizei evakuierte die betroffenen Moscheen, gab aber später Entwarnung.

 

bro/cfm/ rh

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