Zufriedenheit für Scholz sinkt stark

Deutlicher Zufriedenheitsverlust bei Scholz und Regierung

Hamburg (ots)

Bundeskanzler Olaf Scholz kann seinen Zufriedenheitszuwachs aus dem vergangenen Monat im April nicht halten. Waren im März noch 27 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit sehr zufrieden, ist es aktuell nur noch jeder fünfte Bundesbürger (21%). Gleichzeitig wächst der Anteil der stark Unzufriedenen, wie eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos zeigt. 31 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit des Regierungschefs derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 als nicht zufriedenstellend (1-3), im März lag dieser Wert noch bei 28 Prozent. Betrachtet man die Netto-Zufriedenheit, also die Differenz zwischen denjenigen, die sehr zufrieden (8-10) und sehr unzufrieden (1-3) sind, verliert Scholz 9 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat.

Die Bundesregierung als Ganzes verzeichnet sogar noch gravierendere Verluste. Gewann sie bei der Bevölkerung im März noch deutlich an Beliebtheit, wird ihre Arbeit inzwischen nur noch von 18 Prozent der Deutschen (-6%) sehr positiv aufgenommen. Jeder dritte Befragte (33%) gibt derweil an, zurzeit sehr unzufrieden mit der Ampelregierung zu sein. Die Netto-Zufriedenheit fällt dabei um 12 Prozentpunkte auf -15.

Söder weiterhin beliebtester Oppositionspolitiker

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder fällt im Zufriedenheits-Ranking der Politiker hinter Kanzler Scholz, bleibt aber beliebtester Oppositionspolitiker vor Friedrich Merz. Nur 19 Prozent der Bundesbürger sind mit Söder sehr zufrieden, im Februar waren es noch 23 Prozent. Jeder Dritte bewertet (33%) seine Arbeit derweil negativ. Die Netto-Zufriedenheit sinkt gegenüber der Erhebung im Februar um fünf Prozentpunkte (-14). CDU-Vorsitzender Friedrich Merz und SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert gehören mit 17 bzw. 16 Prozent Zufriedenheit derzeit ebenfalls zu den beliebtesten Politikern in Deutschland. Allerdings sind gleichzeitig auch 35 Prozent der Befragten mit Merz und 34 Prozent mit Kühnert sehr unzufrieden.

Mit Omid Nouripour, dem neuen Co-Vorsitzenden der Grünen, zeigen sich indes 15 Prozent der Deutschen sehr zufrieden. Allerdings bewerten fast vier von zehn Befragten (39%) seine Arbeit sehr negativ. Die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken (12%), liegt im Zufriedenheits-Ranking weiterhin im unteren Mittelfeld, etwa gleichauf mit den neu eingesetzten Generalsekretären von CDU (Mario Czaja, 12%) und FDP (Bijan Djir-Sarai, 11%) sowie der Co-Vorsitzenden der Grünen Ricarda Lang (12%). Bei Esken und Czaja steigt allerdings die Netto-Zufriedenheit um jeweils sechs Prozentpunkte.

Wie schon bei der letzten Erhebung stößt die Arbeit der AfD-Politiker Alice Weidel (56%) und Tino Chrupalla (57%) bei den Deutschen mehrheitlich auf starke Ablehnung. Jedoch verzeichnen beide gegenüber der letzten Erhebung im Februar einen Anstieg der Netto-Zufriedenheit um jeweils vier Prozentpunkte.

Neue Generalsekretäre von CDU und FDP weiterhin am unbekanntesten

Der FDP-Politiker Djir-Sarai kann zwar seine Bekanntheit um sechs Prozentpunkte steigern, bleibt aber trotzdem drei von zehn Bundesbürgern (31%) weiterhin unbekannt. Auch den CDU-Mann Czaja kennen 28 Prozent der Deutschen nicht, wenn auch seine Bekanntheit um vier Prozentpunkte gestiegen ist.

Die beiden Co-Vorsitzenden der Grünen, Nouripour und Lang, kennen 22 bzw. 18 Prozent der Bundesbürger nicht. Ähnlich unbekannt wie die neuen Grünen-Chefs ist auch die Co-Vorsitzende der Linkspartei Janine Wissler (19%), obwohl sie bereits seit über einem Jahr im Amt ist. Am bekanntesten bleiben weiterhin die beiden Unions-Politiker Markus Söder (1%) und Friedrich Merz (3%).

Methode

Quotierte Onlinebefragung durchgeführt am 01. April 2022 unter 1.000 Personen zwischen 16 und 75 Jahren in Deutschland. Die Daten wurden repräsentativ gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl.

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