Gipfeltreffen zum Musik-Campus

Der Oberbürgermeister Markus Lewe will bei einem Spitzentreffen mit dem Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen nach den Osterferien den Weg für den Bau eines Musik-Campus in Münster freimachen.

Münster - (SMS) - Oberbürgermeister Markus Lewe will bei einem Spitzentreffen mit dem Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität und den Vorsitzenden der Ratsfraktionen nach den Osterferien den Weg für den Bau eines Musik-Campus in Münster freimachen. Lewe: "Der Rat hat der Stadtverwaltung Bedingungen genannt, die wir erfüllen müssen, wenn der Musik-Campus Wirklichkeit werden soll. Wir werden diesen Auftrag erfüllen. Ich bin überzeugt, dass der Musik-Campus jede Anstrengung wert ist."

In der Sitzung am Mittwoch (6. April) hat sich der Rat hinter das Musik-Campus-Projekt gestellt. Der noch ausstehende Errichtungsbeschluss wurde aber an Bedingungen geknüpft. Unter anderem fordert der Rat Konkretisierungen beim Finanzierungsplan für das Projekt und folgte damit mehrheitlich einem gemeinsamen Änderungsantrag von Grünen, SPD, Volt und Die Partei/ÖDP. Weitere Regelungen "zur möglichen Umsetzung durch die Stadt regelt der Rat in seiner kommenden Sitzung", heißt es in dem nach längerer Diskussion mit knapper Mehrheit gefassten Beschluss.

Diese und auch andere Fragen, die der Rat geklärt wissen möchte, will Lewe mit der Stadtverwaltung bis zu dem Gipfeltreffen aufarbeiten. Lewe. "Vieles davon ist auch schon geklärt, aber wir müssen offensichtlich daran arbeiten, unsere Lösungen noch besser verständlich zu machen." Konkret soll es bei dem Gipfel um die Finanzierung des Musik-Campus gehen, um das Betreiberkonzept und das Raumprogramm für die Umgebung des Campus unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Verkehrsströme.

Die Stadtverwaltung plant in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und dem Land NRW ein kulturelles Leuchtturm-Projekt. Der Musik-Campus gilt als eines der bedeutendsten Projekte der Stadt Münster seit Jahrzehnten. Bis 2030 soll auf einem Gelände an der Hittorfstraße ein Ort der Kultur von überregionaler Bedeutung entstehen – offen für alle. Die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule sollen auf dem Campus ihre neue Heimat finden, das Sinfonieorchester dort ebenso einen Proben- und Aufführungsort haben wie die freien Musikakteure der Stadt. Die Investitionskosten, die unter den Projektträgern aufgeteilt werden sollen, liegen nach derzeitigem Planungsstand bei rund 300 Millionen Euro. Die späteren laufenden Kosten werden derzeit mit 4,4 Millionen Euro veranschlagt.

Lewe:  "Aus meiner Sicht hat die Stadt Münster hier die Chance, ein bundesweit einmaliges Konzept zu realisieren. Die Bedarfe von Hochschule, Musikschule, Orchester und freier Musikszene in einem großen Kulturbau mit überregionaler Strahlkraft abzubilden, ist betriebswirtschaftlich schlüssig und kulturpolitisch vorbildlich. Die Verwaltung der Stadt Münster wird alles tun, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen und die vierjährigen Planungen an diesem Konzept zu einem Erfolg zu führen." 


Stadt Münster



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