Der Hintermann

US-Ankläger fordern bis zu neun Jahre Haft für früheren Trump-Berater Stone.


Die US-Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren für den Politikberater Roger Stone, einen langjährigen Vertrauten von Präsident Donald Trump, verlangt. Stone müsse dafür bestraft werden, dass er die Untersuchungen des Kongresses zur Russland-Affäre behindert, unter Eid gelogen und Zeugen beeinflusst habe, heißt es in dem am Montag bei einem Gericht in Washington eingereichten Antrag. 

Der 67-Jährige war bereits im November von einer Jury schuldig befunden worden, die Kongressuntersuchung zur Affäre um die verdeckten russischen Eingriffe zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf 2016 behindert zu haben. Sein Strafmaß will das Gericht am Donnerstag kommender Woche verkünden. 

Stone war vor einem Jahr auf Betreiben des Sonderermittlers Robert Mueller in seinem Haus in Florida festgenommen worden. Er kam gegen Zahlung einer 250.000-Dollar-Kaution aber wieder frei. 

Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen der Trump-Kampagne und der Enthüllungsplattform Wikileaks fungiert zu haben. Wikileaks hatte während des Wahlkampfs zehntausende interne E-Mails mit teils brisantem Inhalt aus dem Lager von Trumps Rivalin Hillary Clinton veröffentlicht. Die E-Mails waren nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste von russischen Hackern gestohlen worden.

Der Sonderermittler Mueller fand in seinen fast zweijährigen Ermittlungen allerdings keine hinreichenden Belege für illegale Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau. 

dja

© Agence France-Presse

Hapes Kommentar: Roger Stone gehört zu dem einflussreichen Kreis neokonservativer Populisten, die hauptverantwortlich für Trumps Wahlsieg sind. Darunter muss man ebenso ehemalige (!) Trump-Berater wie Steve Bannon und Sebastian Gorka, den Verschwörungstheoretiker Alex Jones, den Fox News-Kommentator Tucker Carlson und einige Youtube-Persönlichkeiten zählen. 

Sie sprechen sich alle gegen eine Unterstützung Israels aus, sind gegen die damit verbundenen Interventionen, geben vor für den kleinen Mann zu sprechen, sind islamophob und antisemitisch, und propagieren einen Kultur-Krieg (culture war) der von dem jüdischen Milliardär George Soros finanziert werden soll.

In Anspielung an die judenfeindliche Vorstellung des Kraken, der sich über die Welt zieht, ist es eben nicht der "Jude", sondern genau diese Propaganda, die weltweit ihr Unwesen treibt. Nachweislich bedient dieser Kreis nämlich auch hierzulande die AfD oder die Identitäre Bewegung, welche (weiße!) Deutsche einer geplanten "Umvolkung" ausgesetzt sehen. 



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