"Konflikte im Koran sind keine Imperative"

Der Podcast über den Islam in Deutschland, Perspektiven auf den Koran und die Rolle des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster.

Gehört der Islam zu Deutschland? Diese Frage wird seit vielen Jahren in der Politik und Bevölkerung diskutiert. Feststeht, dass der Islam polarisiert. Was muss geschehen, damit die Akzeptanz wächst und wie kann die Wissenschaft dazu beitragen? Diese Fragen beantwortet Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik und Leiter des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, im Podcast.

Der islamische Theologe setzt sich für eine moderne Lesart des Korans ein: „Ich mache mich stark für eine Lesart, bei der die Barmherzigkeit im Fokus steht.“ Gleichzeitig gehört für ihn auch eine historisch-kritische Sichtweise auf die Inhalte dazu. „Natürlich gibt es Gewalt im Koran, aber das sind Konflikte, die in der damaligen Zeit stattgefunden haben und keine Imperative, die an uns heute gerichtet sind“, betont Mouhanad Khorchide.

Im Podcast geht es zudem um die Entwicklung des ZIT, das 2011 mit 13 Studierenden gestartet ist. Mittlerweile gibt es 800 Studierende und den Beschluss des Senats der WWU, dass das Zentrum ein eigener Fachbereich werden soll. Auch der neue berufsbegleitende Studiengang für Imame „Islam in der Sozialarbeit“ ist Thema. 


WWU Münster

Foto: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide im WWU-Cast/ © WWU - Sophie Pieper



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