Der Weltherrscher Wladimir Putin

Wladimir heißt übersetzt Weltherrscher. Weshalb ist das so und warum liegt darin eine große Gefahr?

Erstmals wurde ein bulgarischer Herrscher so genannt, um 850, vollständig hieß er Wladimir Rassate.

Die Silben „WLAD (VLAD)“ und „MIR“ können übersetzt werden mit Herrschaft und Welt. Somit soll der Name Wladimir jemanden bezeichnen, der in seiner Macht verdammt groß ist.

Menschen zeigen oft den Drang, ihren Kindern solche Namen zu geben, die einen Wunsch, einen Traum widerspiegeln. Während meiner Zeit in Bulgarien lernte ich zahlreiche Beispiele kennen: Sofia steht für Weisheit, Viktor für Sieger, Mila für lieb (gütig), Zdravko für Gesundheit (Stärke), Nadeschda für Hoffnung, Radka für die Glückliche usw. Im früher Moskautreuen Bulgarien herrschte bis 1991 der Diktator Todor Schiwkow. Nachdem die UDSSR kollabierte und infolgedessen auch das Regime von Schiwkow, wurde der für seine Verbrechen angeklagt: für massive Bereicherungen, für Inhaftierung vieler Abweichler, für grausame Folterungen und für massenhaft Krepierte in den Gefängnissen…  

Lenin

Wladimir Lenin gilt als „Schöpfer“ der UDSSR. Das vorher existierende Zarenreich war ein Vielvölkerimperium, entstanden durch zahlreiche Annexionen. Schrecklich verarmte Bürger lehnten sich zunehmend gegen die Monarchie auf… Die Februarrevolution 1917 stürzte den Zar Nikolaus II. Eine anschließend provisorische Regierung hatte viel zu organisieren. Die kommunistischen Bolschewiki unter Lenin versprachen Brot für die Arbeiter, Land für die Bauern, Frieden für die Soldaten, Freiheit für die Völker. Ende Oktober 1917 stürmten bewaffnete Bolschewiki den Regierungssitz und putschten sich so an die Macht. Lenin machte direkt nach der Oktoberrevolution klar, dass er nach alleiniger Herrschaft strebte und die Opposition ausschalten wollte. Ergo ließ er Zeitungsredaktionen durchsuchen oder schließen und führende Personen gegnerischer Parteien inhaftieren… Dennoch fanden im Dezember 1917 Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung statt, ein erstmalig demokratischer Vorgang. Unverhofft siegten die Sozialrevolutionäre ganz deutlich. Um keine Macht zu teilen, ließ Lenin die „Konstituante“ Anfang 1918 mit Waffengewalt auflösen und schuf faktisch eine Diktatur der Minderheit. Anschließende Massenproteste wurden von den Bolschewiki brutal niedergeschlagen. Als Folge daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg, wobei Lenin den „roten Terror“ erlaubte / befahl. Viele Oppositionelle starben durch Gemetzel oder kamen ins Konzentrationslager. Zur Bekämpfung der "Konterrevolution", wurden Milizen berufen, wurde die Pressefreiheit weiter eingeschränkt und die Geheimpolizei Tscheka gegründet…  Als sich im Zuge der Revolution etliche Gebiete im Kaukasus, im Baltikum und in Zentralasien als unabhängig erklärten, lernte man Wladimir Lenins kompromisslosen Willen zur Herrschaft noch mehr kennen. Einst geißelte er das Zarenreich als Völkergefängnis und nun erntete jeder Gewalt, der ausbrechen wollte. Ende 1922 schufen die Bolschewiki die Sowjetunion (nichtrussische Bevölkerung: fast 50%). Die betreffenden Länder durften sich zwar Republiken nennen, unterstanden aber dem Moskauer Parteiapparat und waren somit nicht wirklich eigenständig, sie hatten einer Diktatur zu folgen. Wladimir Lenin starb 1924, möglicherweise infolge eines Hirnschlags, eines Herzinfarktes oder durch Gift… Das Politbüro ließ ihn einbalsamieren - zur ewigen Anschauung im speziell errichteten Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau. Er sollte so zu einer Symbolfigur des Kommunismus werden - in der UDSSR und für Anhänger auf der ganzen Welt.

Josef Stalin

Wladimir Lenin hatte die Diktatur einer Staatspartei errichtet, in der ein autokratischer Führer Gewalt als politisches Mittel zur Herrschaft anwandte. In seine Fußstapfen trat Josef Stalin, der zunächst Generalsekretär der Partei gewesen ist und seine Rivalen Zug um Zug beiseite räumte. So verloren Trotzki (Herr der „Roten Armee“),  Sinowjew und Kamenew (beide im Triumvirat mit Stalin), Bucharin, Tomski und Rykow (Mitglieder des Politbüros) zunächst ihre Ämter und dann ihre Leben. Um Gegner als Abweichler zu brandmarken, half ihm ein Parteistatut, das jede andere Meinung kriminalisierte. Wer nicht für ihn und die Parteilinie agierte, war gegen ihn und wurde als Feind behandelt.  

In Stalins Diktatur nahmen politische „Säuberungen“ höllische Dimensionen an: Unzählige Gegner, auch vermeintliche, wurden in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilt oder hingerichtet. Dazu kamen Millionen Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in grausame Gulags (Straflager). Im Zeichen des "Großen Terrors" / der „Großen Säuberung“ gab es kein Politbüro-Mitglied mehr, das nicht jemanden aus seinen Kreisen verloren hatte. Alle lebten in ständiger Furcht vor möglicher Anschuldigung und Bedrohung. Stalins Beschlüsse konnten jetzt immer einstimmig gefasst werden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bot die USA den sogenannten Marshallplan an, um den geschundenen Ländern wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen. Stalin sah dadurch europäische Staaten mit ihrer demokratischen Ausrichtung im Aufwind und reagierte auch hier wieder mit Terror. In jenen Gebieten von Völkern, wo die Rote Armee die Nazis vertrieben hatte, blieben russische Truppen einfach vor Ort. Im weiteren Verlauf ordnete Stalin eine barbarische „Bolschewisierung“ der osteuropäischen Länder an.

In Rumänien, das ein Mehrparteiensystem ohne bedeutsame Kommunisten hatte, installierten die Sowjets Anfang 1945 ihre Marionette Petru Groza und eliminierten jegliche Opposition: Viele Ex-Politiker und Intellektuelle kamen wegen erfundener Verbrechen ins Gefängnis…

In Ungarn etablierte die sowjetische Militärmacht in den letzten Kriegsmonaten eine provisorische Nationalregierung. Ab 1947 entmachteten die Kommunisten sukzessive ihre Gegner und lancierten Mátyás Rákosi nach oben, was zur Transformation des Systems führte. Rákosi, auch „Stalins bester Schüler“ genannt, betrieb einen gnadenlosen Klassenkampf gegen alle Feinde des Sozialismus und verfolgte auch die „Abweichler“ in der Partei mit zahllosen Schauprozessen…und Tausenden Hinrichtungen. Als boshafte Institution dieser Säuberungspolitik galt die extra gegründete Staats-„schutz“-behörde. Zudem organisierte der Parteichef einen Personenkult, der dem von Stalin gleichkam. 

In Bulgarien übernahmen Sowjets die kommunistische Partei „Vaterländische Front“. Am 1.2.1945 wurden durch „Volksgerichte“ massenhaft Andersdenkende zum Tode verurteilt, über 2700 Menschen, darunter 67 Abgeordnete des Parlaments…, darunter 47 Generäle und Offiziere, darunter die Verleger großer Zeitungen… und sonstige Intellektuelle. Weitere 1305 Urteile ergaben lebenslange Haft. 1954 spülte das inquisitorische System Todor Schiwkow (s. o.) an die Macht, der Mithilfe seines Geheimdienstes „Darschawna Sigurnost“ Angst und Schrecken verbreitete. Ergo endeten unter ihm Tausende in grausamen Lagern… Derweil bereicherte er sich wie ein Zar und ruinierte das Land mit schlimmen Folgen.

In die Tschechoslowakei zog die Rote Armee Anfang Mai 1945 ein. Schon bald lag die politische Macht bei der Nationalen Front. Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich sehr… Jan Masaryk, demokratischer Außenminister, reiste im Juli 1947 nach Moskau und bat Stalin, eine Teilnahme am Marschallplan der USA zu genehmigen. Das Treffen verlief wohl ganz übel, denn zurück äußerte er (ua.): „Sie werden mich irgendwann umbringen.“ Er sollte Recht behalten, denn er starb daheim durch den sogenannten Prager Fenstersturz, wie der Polizeiarzt Dr. Teply verkündete. Die Presse schrieb zweifelhafte Gründe über Selbstmord, denn der ärztliche Befund wurde nie veröffentlicht und Dr. Teply war wenige Zeit später selber tot, durch eine Vergiftung. Im Februar 1948 eliminierten die Kommunisten seriöse Persönlichkeiten aus den Leitungen der Armee und Polizei. Aus Protest traten dann 12 oppositionelle Minister zurück… Nun eskalierte der Druck auf den Präsidenten Benes, weil bereits politische Gegner in Haft verschwanden, Zeitungsverlage besetzt wurden, ein Bürgerkrieg aufkeimte und die rote Armee ggf. einmarschieren sollte. Am 25. Februar 1948 erfüllte Benes die Forderungen der Kommunisten und unterschrieb ein Papier für den Machtwechsel, für den Untergang der Demokratie. Benes Kommentar: „Ich tue das nur deshalb, damit ich einen Bruderkampf verhindere, mit dem Sie drohen…“ Anstelle dessen lief der rote Fahrplan wieder ab: Säuberungen durch Verhaftungen und Morde... Alles infolge des „siegreichen Februars“ 1948.

Im Zweiten Weltkrieg wurden unzählige Menschen aus allen sowjetisch besetzten Gebieten zur Zwangsarbeit in Gulags verschleppt. Später brachten neue Repressionswellen abermals Massen in die Lager. Unter grausigen Bedingungen mussten sie Bauarbeiten … verrichten. So gedieh das Gulag-System zu einem bedeutsamen Wirtschaftsunternehmen. In fast 500 Komplexen mit je Tausenden Einzellagern wurden bis zu Stalins Tod rund 18 Millionen Inhaftierte geknechtet, etwa ein Viertel verstarb durch Kälte, Hunger, Erschöpfung, Krankheit…Alexander Solschenizyn

In Polen starben Anfang 1940 über 20.000 Berufs- und Reserveoffiziere, Polizisten … durch Erschießungen. Ihre Angehörigen verschleppte man zur Zwangsarbeit nach Kasachstan. Im Zuge der Sowjetisierung wurden bis Juni 1941 rund 330.000 Personen nach Sibirien und Zentralasien deportiert: Gutsbesitzer, Polizisten, Lehrer, Soldaten, Beamte… Rund 40.000 Menschen landeten im Arbeitslager Workuta, eines der größten und härtesten Lager des Gulags. Viele verreckten schon beim Transport in Waggons ohne Verpflegung und bei eisiger Kälte bis minus 40 Grad. Die Annexion polnischer Gebiete galt als Wiedervereinigung … und der Einmarsch hieß offiziell „Befreiungsfeldzug der Roten Armee“. Stalin stimmte einer Koalitionsregierung zu. 1944 wurde der Pole S. Mikolajczyk der zweite stellvertretende Premierminister. Vor den Parlamentswahlen im Januar 1947 war seine PSL rücksichtsloser Verfolgung ausgesetzt: Tausende Mitglieder der einzigen Oppositionspartei kamen wegen falscher Beschuldigungen in Haft, wobei die Geheimpolizei auch mordete. Ergo führte das zum Sieg der Kommunisten. Als Stanislaw Mikolajczyk später die Verhaftung drohte floh er in die USA. Seine Worte aus dem Exil: „Ich wollte nicht abgeschlachtet werden, weil meine Partei nicht mehr arbeiten durfte.“

Stalin erweiterte also die Sowjetische Herrschaft mit zahlreichen Satellitenstaaten, mit von Moskau abhängigen „Volksrepubliken“. Durch intensives Aufrüsten entstand zeitweise die stärkste Militärmacht überhaupt. Ihren Führungsanspruch unter den kommunistischen Parteien der Welt sicherte sich die UDSSR 1947 durch die Gründung des „Kommunistischen Informationsbüros“. Diese „Kominform“ organisierte bzw. lenkte alle revolutionären Kräfte im Weltkommunismus.  
Aber was mit der Oktoberrevolution 1917 begann, endete am 25. Dezember 1991. Die Sowjetunion zerfiel. Grassierende Korruption und kolossale Misswirtschaft hatten alle Stützpfeiler des Reiches eklatant destabilisiert. Zudem nahmen Empörungen und Proteste gewaltige Ausmaße an, dass permanent Menschenrechte verletzt wurden. Die Reformpolitik von Michail Gorbatschow kam zu spät. Reihenweise erklärten sich Unionsrepubliken für souverän. Vorreiter waren 1990 Litauen, Lettland und Estland gewesen. Am 24. August 1991 proklamierte die Ukraine ihre Unabhängigkeit. Beim Referendum etwas später bekräftigen über 90 % aller Bürger diesen Schritt ihrer Politiker. Das noch folgende Budapester Memorandum bescheinigt für Ukraine die Anerkennung der Souveränität durch Russland. Dafür gab Ukraine seine Atomwaffen ab!!! Am 8.12.1991 trafen sich drei Staatsmänner aus Russland, der Ukraine und Belarus (Jelzin, Krawtschuk, Schuschkewitsch) und erachteten im Gespräch die UDSSR als aufgelöst. Zwei Wochen darauf legte Gorbatschow sein Amt nieder und das Oberhaus des Obersten Rates der UdSSR erklärte die Existenz der Union für beendet.

Heute, nachdem Russland ua. durch lohnenswerte Geschäfte mit Rohstoffen für den Westen wieder Stärke besitzt, bezeichnet Wladimir P. den Zusammenbruch der UdSSR als die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts.   

Sein begonnener Krieg soll offensichtlich wieder eine Expansion erzielen. Für gut informierte Menschen sind Putins Rechtsbrüche eindeutig, sogar wenn es stimmen würde, was er als Gründe für die Angriffe (seit 2014) formuliert. Die prominente russische Journalistin Schanna Agalakowa verurteilt nach über 20 Jahren beim Staatsfernsehen die Kremlpropaganda: Der Machtapparat habe die unabhängigen Medien erstickt. Das Wesen … in den russischen Staatsmedien sei es, Fakten zu verdrehen und ein lügenvolles Gemisch zu produzieren…  Es komme für sie nicht in Frage, was passiert als „Friedens-Mission“ zu bezeichnen. „Es ist Krieg, man muss das klar benennen, es ist Krieg.“

Trauer und Protest

Wieso lässt Russlands Autokrat tatsächlich Menschen mithilfe verlogener Argumente töten? Warum kümmert ihn kein Massenmord an Kindern, Frauen, Männern und Greisen? Weshalb bringt er Ängste und Schrecken, sodass Millionen Schockierte flüchten? Wofür zerbombt er Häuser, Straßen oder sogar ganze Stadtviertel und damit die Lebensorte aller noch Verbliebenen? Was ist das besonders Gefährliche an Wladimir Putin?

… Jeden Tag wird Russlands „Führer“ als „Weltherrscher“ bezeichnet, morgens, mittags und abends - denn das ist sein Name, seine Bestimmung, seine Mission. Bereits im Kindergarten und in der Schule lernt(e) man, was ein Wladimir Lenin für „Großtaten“ vollbracht hat und dass er mit Gewalt zum Ziel gekommen ist. Von dem Ruhm zeugen über 3.000 Denkmäler, zahllose Straßen- und Platznamen. Auch wenn Wladimir Putin eine „politische“ Entscheidung von Wladimir Lenin als Fehler bzgl. der Ukraine bemängelt, zu seinem Agieren mit Terror fehlt die Kritik. Im Gegenteil, die Nachfolge Stalins, der Stählerne, noch brutaler, ist für Putin jene Gestalt, die das Reich erweiterte und mit starker Hand zum Sieg im Zweiten Weltkrieg führte. Bei seinem Terror mussten nicht nur alle denkbaren Kontrahenten eliminiert werden, sondern auch massenhaft Bürger des eigenen Volkes. Laut sowjetischem Geheimdienst wurden ab ca. 1930 bis 1953 etwa 1,2 Mio. Sowjetbürger hingerichtet. Von rund 6 Mio. Deportierten starb etwa ein Viertel. 16 - 17 Mio. mussten zur Zwangsarbeit … Das private Bauerntum war der Macht zuwider... Infolge schlimmer Enteignungen starben alleine in der Ukraine 3 - 5 Millionen an Hunger… was diese Nation nicht vergessen kann.

Nina Chruschtschowa ist Politologin und Urenkelin des Sowjetchefs Nikita Chruschtschow von 1953 - 1964, der in seiner Ära viel für eine Entstalinisierung unternommen hatte. Für die Politologin N. C.  ist Putin ein völlig paranoider Diktator. „Putin ist wie Stalin… Er lebt den Traum vom großslawischen Reich." Was verdammt meint sie damit?

Unter den bedeutsamen Wladimirs gab es einen ersten Wladimir, einen ursprünglichen Wladimir mit dem Rang eines Heiligen, genannt Wladimir der Große. Er war von etwa 980 bis 1015 Großfürst von Kiew (!) und der wohl bedeutendste Fürst des ersten ostslawischen Staates vor über 1.000 Jahren. Seine Macht wuchs mit jedem Feldzug… ständig unterwarf er benachbarte Völker… Die Russisch-Orthodoxe Kirche verehrt diesen Wladimir als apostelgleichen Heiligen, denn er habe die „Rus“ christianisiert. Ende 2016 bekamen die Moskauer ein neues Herrscherdenkmal. Im Zentrum der Stadt, nahe des Kremls, steht nun in beeindruckender Größe mit Schwert und Kreuz: Fürst Wladimir I. Zur Eröffnung erschienen die obersten Repräsentanten des Staates und der Orthodoxen Kirche. Es ist kein beliebiger Tag, sondern der 4. November, der Tag der nationalen Eintracht, und Präsident Wladimir Putin würdigt die Entscheidung seines Namenspatrons, dass er sich und die Menschen im Jahr 988 taufen ließ. Das sei zur „gemeinsamen geistigen Quelle von Russland, Belarus und Ukraine“ geworden. Zitat: „Wir freuen uns, dass es (hier) ein neues Denkmal gibt. Fürst Wladimir war doch die Hauptperson, der Begründer der Rus, er muss im Zentrum stehen. Er hat so viel für Russland getan...“ Patriarch Kirill ergänzte, dieser Wladimir symbolisiere die Einheit aller Völker der historischen Rus…

Wegen dieser Historie soll nun die Ukraine wieder eingegliedert werden. Aber gegen deren Willen und gegen das Völkerrecht? Mit Krieg? Warum billigt das Oberhaupt der Orthodoxen Christen Putins blutige Schlacht? Angeblich müsse die Ukraine entnazifiziert werden und außerdem hätten sich dort teuflische Werte aus dem Westen etabliert, besonders die Toleranz von homosexuell lebenden Personen, von Lesben, Schwulen, Transsexuellen usw. Wirklich nicht akzeptabel… Da ist unbedingt und ohne Rücksicht auf Verluste eine Machtergreifung nötig, das Konzept auch der russisch-orthodoxen Kirche heißt „Russkij Mir“ - russische Welt.

Mord an Nemzow

Anmerkung

(Siehe folgenden Text im anschließenden Link.)

Der Größenwahn / Megalomanie

… überschätztes Selbstwertgefühl... etwa die wahnhafte Vorstellung, eine wichtige Person (mit einem Auftrag) zu sein … tritt häufig als Symptom bei … narzisstischen oder schizophrenen Persönlichkeitsstörungen auf... ist … vom Umstand begleitet, dass Betroffene einen Realitätsbezug verlieren... Auch der Beweis, dass es sich beim Inhalt des Wahns um eine Fehlwahrnehmung handelt, wird nichts an der subjektiven Überzeugung der Betroffenen ändern. Dabei ist der Größenwahn derart stark ausgeprägt, dass Betroffene sich etwa für eine religiöse … Figur halten. Womöglich können sie auch … dazu bestimmt sein, die Menschheit zu erlösen. Entsprechend kann der Größenwahn sehr unterschiedliche Formen annehmen und reicht von maßloser Selbstüberschätzung bis hin zu einer Bereitschaft zum Märtyrertum.

… Cäsarenwahn…bezeichnet das Glauben an die eigene Unfehlbarkeit und das Gieren nach universeller Bedeutung vieler Führerpersönlichkeiten in … absolutistischen Systemen.

Zudem ist der Wahn … an einen Stimulus gebunden … Im Falle des Größenwahns ist dies oftmals eine historisch oder aktuell bedeutsame Person, mit welcher sich der Erkrankte identifiziert… speist sich häufig aus der Überzeugung der Betroffenen, dass ihre Mission durch andere behindert würde.

Ferner zeigt sich … eine Tendenz dazu, rechtliche und gesellschaftliche Normen zu missachten. … irrational wirkendes Verhalten … Die Betroffenen dulden weniger bis gar keinen Widerspruch... Mitunter versuchen sie, den Inhalt ihres Wahns zu beweisen…kann zu Handlungen führen, die vom Umfeld mit großer Sorge wahrgenommen werden…

Frappierende Ursachen

… geht der Größenwahn immer mit einem enormen Hochgefühl einher… Die Dopamin- und Noradrenalin-Werte sind … in den meisten Fällen signifikant erhöht (zu sehr erhöht).

Dopamin gilt als das Glückshormon,

als die körpereigene Droge, die glückliche Gefühle erzeugt.

https://medlexi.de/Gr%C3%B6%C3%9Fenwahn

Weiteres darüber in meinem Buch / Roman.

Zu mir:

Ich verbrachte 6 Jahre in Bulgarien, wo kommunistische „Politiker“ das eigene Land nach dem „Vorbild“ UDSSR bzw. Russland immens schikanierten und auszehrten, bis unzählige Menschen an Hunger starben, im Winter erfroren und massenhaft ins Ausland flohen. Weil eine Staatsmacht nicht so sein darf, muss möglichst oft darüber berichtet werden. Dann kann man hoffen, dass Ursachen für Missstände erkannt und abgelehnt werden…

Falls mein Artikel gefällt, freue ich mich über das Weiterleiten.

Roman Holberg


Webauftritt von stadt40

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