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Stadtverwaltung stellt Varianten für Verkehrsknoten vor

Die Varianten für das Gesamtkonzept wurden mit und ohne Brücke FlyOver betrachtet. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist als nächster Schritt geplant.

Münster - (SMS) - Wie kann der Rad-und Fußverkehr am Aegidiitor komfortabler und verkehrssicherer werden? Mit dieser Fragestellung hatte der Hauptausschuss die Verwaltung im Zusammenhang mit der Diskussion um die Radverkehrsbrücke FlyOver beauftragt. Das nun vorliegende Ergebnis der Untersuchung wird am 22. März in der Bezirksvertretung Münster-Mitte und am 30. März im Verkehrsausschuss beraten.

Der Bereich Aegidiitor (Promenade / Aegidiistraße / Weseler Straße / Am Stadtgraben / Bismarckallee) ist einer der am höchsten belasteten Knotenpunkte in Münster. Hier treffen pro Tag 35.000 Fahrzeuge auf 30.000 Radfahrende und geschätzte 20.000 Personen, die zu Fuß unterwegs sind. Ziel der aktuellen Untersuchungen ist es daher, mehr Komfort und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr zu erreichen.

Im Auftrag der Stadt hat ein Planungsbüro hierfür Varianten für unterschiedliche ebenerdige Radverkehrsführungen und Fußwege entwickelt und bewertet. In den Varianten wurden unter anderem Zweirichtungsradwege und veränderte Wegeführungen skizziert. Auch eine Brückenlösung wurde dabei betrachtet.

Unter Berücksichtigung der Kriterien Denkmalschutz, Grünflächenerhaltung, Verkehrssicherheit, Stärkung der Innenstadt, Stärkung des Fußverkehrs und Barrierefreiheit, Stärkung des Radverkehrs, Ausbaureserven für den ÖPNV, Stärkung der Aufenthalts- und Begegnungsfunktion und prognostizierte steigende Verkehrszahlen favorisiert das Gutachten die Variante „Bestandsoptimierung und Neugestaltung Promenade“ als geeignetste Lösung.

Diese Variante 7 sieht einen Einrichtungsradweg vor, verbreitert die Promenade im Bereich des Aegidiitors und platziert eine zusätzliche Ampel an der Querung über die Aegidiistraße. Diese Variante begünstigt eine sichere Aufteilung der Wegebeziehungen und vermindert das Konfliktrisiko zwischen Radfahrenden und kreuzenden Verkehren. Die vorhandenen Nebenanlagen werden verbreitert und erhöhen somit den Rad- und Fußverkehrskomfort. Um Wartezeiten zu reduzieren, wird die Ampelschaltung verbessert. Diese Variante eröffnet zudem die Möglichkeit, die Radverkehrsbrücke FlyOver im weiteren Verlauf der Planung zu ergänzen.

Der gesamte Bereich Aegidiitor ist aufgrund der vielfältigen Anforderungen ein städtebaulich prägender, wichtiger und sensibler Raum im Stadtgebiet Münster. Für eine detailliertere Ausarbeitung des Verkehrsraumes ist die Einbeziehung der unterschiedlichen Interessenslagen und Erfahrungswerte der Nutzenden von hoher Bedeutung. Daher schlägt die Verwaltung in der nun zu beratenden Beschlussvorlage auch vor, die Planungsvarianten zunächst mit Bürgerinnen und Bürgern in analogen und digitalen Beteiligungsformaten zu erörtern und den politischen Gremien das Ergebnis dann zur Beratung vorzulegen. 


Stadt Münster

Bild: Ein Planungsbüro hat verschiedene Varianten für den Verkehrsknoten am Aegidiitor untersucht. Die Grafik zeigt einen Ausschnitt aus Variante 7. Grafik: nts Ingenieurgesellschaft mbH.