"Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität"

ZDF setzt die Berichterstattung aus dem Studio in Moskau vorübergehend aus.

Mainz - (ots) - Das ZDF hat wie die ARD und internationale Sender wie BBC und CNN seine Berichterstattung aus dem Studio Moskau vorübergehend ausgesetzt, da das am Freitag erlassene Gesetz über angebliche "Falschnachrichten“ die Sicherheit von in Russland akkreditierten Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten gefährdet. Die aktuelle Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine wird das ZDF durch seine Reporterinnen und Reporter in der Ukraine sowie das weltweite Korrespondentennetzwerk und aus der Sendezentrale in Mainz fortsetzen. 

ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey erklärt dazu: "Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität. Sie ist nicht gegeben, wenn das am Freitag erlassene Gesetz über die Veröffentlichung angeblicher 'Falschnachrichten' über Russlands Krieg gegen die Ukraine auch für ausländische Journalisten gilt. Das ZDF steht zu seinem Auftrag, die deutsche Öffentlichkeit über alle Seiten des Konfliktes, also auch die Sicht in Moskau zu informieren. Deshalb haben wir Anträge zur Akkreditierung weiterer Journalistinnen und Journalisten in Russland gestellt. Unser Dank gilt allen Mitarbeitern des ZDF, die in den vergangenen Monaten und bis heute couragiert, wahrheitsgemäß und unabhängig aus Russland berichtet haben." 

Seit 1972 hat das ZDF sein Studio in Moskau ununterbrochen betrieben, tagesaktuell und in langen Dokumentationen kontinuierlich und ausführlich aus Russland berichtet. Das ZDF hat ein hohes Interesse daran, diese Berichterstattung, die in Zeiten des Kalten Krieges begonnen hat, die Epoche von Glasnost und Perestroika ausführlich beleuchtete und die Veränderungen in Russland seit 1990 in allen Facetten darstellte, vor Ort fortzusetzen, sofern die Sicherheit der Korrespondentinnen und Korrespondenten gewährleistet ist. 


ZDF

Titelbild: ZDF/Bildrechte: ZDF/Fotograf: Corporate Design



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