Zara schließt 500 Geschäfte in Russland

Auch der Online-Handel werde ausgesetzt, teilte der spanische Textilriese am Samstag mit.

Der Zara-Mutterkonzern Inditex schließt in Russland vorübergehend seine rund 500 Modegeschäfte. Angesichts der "aktuellen Umstände" könne Inditex "nicht den Fortbestand seiner Geschäfte und der Handelsbedingungen in der Russischen Föderation garantieren". Das Russland-Geschäft macht demnach 8,5 Prozent des Betriebsergebnisses von Inditex aus.

Priorität habe für Inditex jetzt das Personal in Russland, erklärte der Konzern. Zur Unterstützung der mehr als 9000 Beschäftigten wolle die Gruppe nun einen Sonderplan erarbeiten. Neben Inditex haben auch schon andere multinationale Konzerne wie Ikea und H&M als Reaktion auf den russischen Einmarsch in der Ukraine ihr Russland-Geschäft gestoppt.

Von den 502 Inditex-Geschäften in Russland gehören 86 zur Modekette Zara. Inditex ist auf allen fünf Kontinenten präsent und verkauft mehr Kleidung als die Nummer zwei, H&M. Zu den acht Marken gehören auch Bershka, Pull & Bear, Massimo Duti oder Stradivarius. 

Mitte 2021 zählte der Konzern weltweit 6500 Geschäfte. Vor der Corona-Pandemie machte er im Jahr 2019 mehr als 28 Milliarden Euro Umsatz und 3,6 Milliarden Euro Gewinn.

ck/jes







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