"Saboteure" auf russischem Boden getötet

Laut der russischen Armee wurden fünf "Saboteure" aus der Ukraine auf russischem Boden getötet.

Die russische Armee hat nach eigenen Angaben fünf aus der Ukraine kommende "Saboteure" auf russischem Boden getötet - was von der Regierung in Kiew umgehend dementiert wurde. Russische Nachrichtenagenturen meldeten am Montag unter Berufung auf die Armee, die "fünf Personen" hätten die russische Grenze verletzt und seien "eliminiert" worden. Zudem hätten bei dem Vorfall am Morgen in der Region von Rostow zwei ukrainische Militärfahrzeuge versucht, die Grenze zu überqueren.

Die ukrainische Seite dementierte die russischen Angaben: "Kein einziger unserer Soldaten hat die Grenze zur Russischen Föderation überquert, und kein einziger ist heute getötet worden", sagte Anton Geraschtschenko vom ukrainischen Innenministerium. 

Zuvor hatten russische Nachrichtenagenturen bereits gemeldet, dass von der Ukraine aus ein russischer Grenzposten beschossen worden sei. Auch dies wurde von der ukrainischen Armee sofort dementiert. "Wir können sie nicht daran hindern, Falschnachrichten zu produzieren - aber wir betonen immer, dass wir nicht auf zivile Infrastruktur schießen oder auf Gebiet in der Region Rostow oder was auch immer", sagte der ukrainische Militärsprecher Pawlo Kowaltschuk.

Westliche Vertreter warnen seit Tagen, dass Russland einen Vorwand für einen Angriff auf die Ukraine schaffen könnte. Die Situation vor Ort ist enorm angespannt, Russland hat nach westlichen Angaben rund 150.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren lassen. In hektischen internationalen Bemühungen wird versucht, einen russischen Einmarsch in der Ukraine noch zu verhindern.

ju/jes



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