Fußball klimafreundlich

Nicht nur beim Turnier selbst, sondern generell im deutschen Fußball soll das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen.

Im Vorfeld der in Deutschland stattfindenden Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2024 bewegt sich auch abseits des Fußballplatzes eine Menge: Nicht nur beim Turnier selbst, sondern generell im deutschen Fußball soll das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen. Die Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützen daher in Kooperation die klimafreundlichere Gestaltung des Amateurfußballs. Das Projekt "NKI: Klimaschutz im Amateurfußball – gemeinsam auf dem Weg zu einer klimafreundlichen UEFA EURO 2024" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des BMWK über einen Zeitraum von vier Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

Oliver Krischer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: "Klimaschutz in die Fußballvereine zu tragen, ist ein Gewinn für alle und schafft dabei Motivation weit über den Spielfeldrand hinaus. Der DFB kann mit diesem Projekt wichtige Weichen stellen und mit konkreten Handlungsempfehlungen kleinen Vereinen unter die Arme greifen. Dabei aktiven Klimaschutz spielerisch umzusetzen und gleichzeitig Vorbild sein. Unser Klima zu schützen – das funktioniert eben nur als Team!"

Christian Kühn, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt und Verbraucherschutz: "Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit vielen Chancen. Fußball begeistert Millionen. Es ist gut, dass der Deutsche Fußball-Bund und seine mehr als 24.000 Amateurvereine dieses bedeutende Thema in die Breite tragen und viele Menschen dafür sensibilisieren wollen. Das Projekt kann die Folgen der Klimakrise zusammen mit innovativen Lösungen greifbarer machen, weil es konkret im Alltag ansetzt: beim eigenen Fußballverein. Ich freue mich auf die vielen kreativen Ansätze der Fußballer*innen, ihren Verein klimafreundlicher aufzustellen."

Die stellvertretende DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sagt: "Klimaschutz ist eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft. Wir alle können unseren Beitrag leisten und etwas bewegen, selbstverständlich auch der Fußball. Die Unterstützung durch die Bundesregierung erlaubt uns, strukturiert und gezielt auf die Klubs zuzugehen und ihnen zu zeigen, was sie im Kleinen wie im Großen für das Klima tun können. Das Projekt bekommt durch den Rahmen der UEFA EURO 2024 noch einmal eine zusätzliche Aufmerksamkeit. Gastgeber eines Turniers zu sein, heißt nicht nur die Begeisterung und Freude der Menschen darauf zu wecken, sondern auch die Kraft eines solchen Events zu nutzen, um wichtige gesellschaftliche Ziele zu formulieren und Zeichen zu setzen – in diesem Fall gemeinsam für den Klimaschutz."

Turnierdirektor Philipp Lahm erklärt: "Wir arbeiten daran, dass die EURO 2024 neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Klimaverträglichkeit, sozialer Gerechtigkeit und Gemeinwohl setzt. Das NKI-Projekt soll in der Gesellschaft Spuren hinterlassen – idealerweise über die Dauer der EURO 2024 hinaus. Deswegen danken wir der Bundesregierung für ihre Unterstützung und freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Gemeinsam mit seinen Landesverbänden entwickelt der DFB derzeit einen Aktionsplan, um die Nachhaltigkeit im Amateurfußball voranzutreiben. Dazu leistet das NKI-Projekt einen entscheidenden Beitrag. Die erhöhte Aufmerksamkeit für Umwelt- und Klimaschutzthemen im Vorfeld der EURO 2024 soll genutzt werden, um die rund 24.000 Amateurvereine in Deutschland für den Klimaschutz zu begeistern und langfristige Aktivitäten anzustoßen. Durch entsprechende Veränderungen leisten die Vereine einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und sparen häufig auch Kosten. Die geplanten Maßnahmen sind vielfältig: umfassende Informationsmaterialien zur Treibhausgasminderung, ein Tool zur Berechnung der eigenen Klimabilanz, Schulungen zur Unterstützung der Vereine auf ihrem Weg zur Klimaneutralität. Dabei können die Vereine sich miteinander messen: Best Practice-Beispiele sollen ausgezeichnet und innovative Ideen gefördert werden. Bereits zur WM 2006 und zur Frauen-WM 2011 hatte der DFB unter dem Titel "Green Goal" erfolgreiche Programme zum Umweltschutz initiiert.

Das BMWK unterstützt und initiiert über die NKI mit dem Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte Vorhaben, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Konkret geht es dabei um Ansätze in den Bereichen Kommunen, Verbraucherinnen und Verbraucher, Wirtschaft und Bildung, die in den unterschiedlichen Handlungsfeldern einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und diese sichtbar machen. Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium im Rahmen des Förderaufrufs bundesweit bereits 220 innovative Klimaschutzvorhaben bewilligt. Zusammen entspricht das einem Fördervolumen in Höhe von rund 310 Millionen Euro.

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Deutschen Fußball-Bund



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