Inflation wird anhalten

Die EU-Kommission rechnet mit einer anhaltend hohen Inflation in der Eurozone.

Die EU-Kommission rechnet mit einer anhaltend hohen Inflation in der Eurozone: Nach der am Donnerstag vorgestellten Wirtschaftsprognose der Brüsseler Behörde sollen die Preise in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Schnitt um 4,8 Prozent steigen. Das liegt knapp unter dem Rekordstand von 5,1 Prozent in der Eurozone vom Januar. Vor allem wegen der drastisch gestiegenen Energiepreise ist eine spürbare Entlastung für Verbraucher und Unternehmen laut EU-Kommission frühestens zum Jahresende in Sicht. Das Wirtschaftswachstum soll zugleich etwas niedriger ausfallen als erwartet.

Für die 19 Euro-Länder erwartet die Kommission im laufenden Jahr im Schnitt eine Inflation von 3,5 Prozent - fast ein Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr und deutlich über der Empfehlung der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Im Schnitt aller 27 EU-Länder sollen die Preise sogar um 3,9 Prozent steigen. Erst ab dem vierten Quartal rechnet die Kommission mit einem Rückgang.

Für Deutschland hatte der neue Bundesbankpräsident Joachim Nagel zuvor sogar eine Inflation von deutlich über vier Prozent im Jahresdurchschnitt vorausgesagt. Dadurch steigt der Druck auf die Politik, gegenzusteuern. Die Kommission rechnet bisher "nur" mit einem Preisanstieg von durchschnittlich 3,7 Prozent in der Bundesrepublik.

Mit Blick auf die Konjunktur ist Brüssel etwas pessimistischer als zuletzt: Für die Eurozone wie für die gesamte EU erwartet sie im Jahresschnitt ein Wachstum von 4,0 Prozent. 

lob/mbn/jm



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