Viel Wind um Nadia

Sturmtief „Nadia“ fegte am Wochenende über Norddeutschland. Mehr als 100 Einsatzkräfte des THW waren im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen, Häuser zu sichern und Deichtore zu schließen.

Das letzte Januar-Wochenende bescherte dem THW in Norddeutschland zahlreiche Unwetter-Einsätze. Mehr als 100 Einsatzkräfte rückten aus, um Sturmschäden beispielsweise in Eckernförde (Schleswig-Holstein), Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern), Ahlden (Niedersachsen) und Hamburg zu beseitigen.

Baum trifft Schornstein

In Eckernförde war eine große Tanne auf ein angrenzendes Haus gestürzt und hatte erheblichen Schaden angerichtet. Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr kombinierten ihre Fähigkeiten und entfernten den Baum und den ebenfalls von ihm getroffenen Schornstein mittels THW-Kran und Feuerwehr-Drehleiter.

Husten und prusten

In Ahlden war kein Baum nötig, hier reichte die Kraft des Windes aus, um einen Gebäudeanbau einstürzen zu lassen. Um auch das angrenzende Wohnhaus vor einem Einsturz zu bewahren, war Eile geboten. Mit einem Bagger trugen Einsatzkräfte den Anbau großflächig ab und verschlossen anschließend das im Giebel des Wohnhauses entstandene Loch mit Baumaterial. Durch ihr entschlossenes Handeln, gelang es den rund 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern von THW und Feuerwehr das Gebäude zu retten.

Fluttore sichern

Das Unwetter rief auch in Hamburg THW-Kräfte auf den Plan. Aufgrund des steigenden Wasser-Pegels schlossen die Helferinnen und Helfer die Fluttore, um eine mögliche Überschwemmung der angelegenen Stadtbezirke zu verhindern. Weitere Aufgaben waren die Fällung und Entsorgung vom Sturm beschädigter Bäume.

Baum- und Windbruch

Auch einige Bundesländer weiter, im vorpommerischen Stralsund, sorgten entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste (Baum- und Windbruch) für Verkehrsbehinderungen. THW-Kräfte transportierten das Fallgut ab und machten die Straßen wieder frei.

Stützkonstruktion für wackeligen Baum

Am Sonntag halfen in Senzig (Brandenburg) 15 THW-Kräfte vom Ortsverband Lübben (Spreewald) der Feuerwehr beim Abstützen eines Baumes. Dieser war nach dem Starkwind instabil und drohte auf ein Wohnhaus zu stürzen. Mit Windenstützen und dem Einsatzgerüst-System stabilisierte das THW den Baum. Mit Hilfe der Feuerwehr-Drehleiter konnte die THW-Stützkonstruktion in die richtige Position gebracht werden. Auch im Fall des benachbarten Hauses war das THW gefragt: Hier war der Baum bereits auf das Dach gestürzt, mit Unterstützung der THW-Technik kamen die Feuerwehr-Einsatzkräfte auch hier gut vorwärts.

Plane zum Abdichten

Auch das THW-Team vom Ortsverband Berlin Tempelhof-Schöneberg rückte am Sonntag mit 17 Kräften aus. Die Berliner Feuerwehr forderte sie an, um ein sturmgeschädigtes Dach abzudichten. Die THW-Kräfte bauten eine Holzkonstruktion und setzten eine Plane ein, womit das Dach abgedichtet wurde.


THW

Titelbild: Achtung Einsatz: Über 100 THW-Kräfte beseitigten am Wochenende die Sturmschäden von Tief „Nadia“. Quelle: THW



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