56 Millionen Menschen unter Quarantäne

China ordnet im Kampf gegen Coronavirus landesweite Maßnahmen an


Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus haben die chinesischen Behörden landesweite Maßnahmen für Züge, Flugzeuge und Busse angeordnet. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, werden im gesamten öffentlichen Verkehr Messstationen eingerichtet. Passagiere mit Verdacht auf eine Infektion müssten "sofort" in eine medizinische Einrichtung gebracht werden. Fünf weitere Städte in der Provinz Hubei wurden am Samstag zudem von der Außenwelt abgeriegelt. 

Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde in den fünf Städten der öffentliche Verkehr ausgesetzt und der Zugang zu den Autobahnen gesperrt. Damit wurden nun insgesamt 18 Städte im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus isoliert. De facto stehen damit 56 Millionen Menschen unter Quarantäne.

In Hubei befindet sich auch die Elf-Millionen-Metropole Wuhan, von der das Virus ausging und die als erste chinesische Stadt wegen des Erregers 2019-nCoV unter Quarantäne gestellt worden war. Nach Behördenangaben gibt es mittlerweile landesweit knapp 1300 bestätigte Infektionsfälle, 41 Patienten starben. Auch aus anderen Ländern wurden einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam und die USA. Inzwischen hat das Virus auch erstmals Europa erreicht. In Frankreich wurden am Freitag drei Verdachtsfälle bestätigt.

noe/

© Agence France-Presse



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